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WEF 2014 So funktioniert Leuthards neues Modell für die Stromproduzenten

Doris Leuthard hat am Rande des WEF ihr neues Fördermodell für die Strombranche vorgestellt. Es könnte den geplagten Schweizer Wasserkraftwerken zugute kommen. Solarstromanbieter hätten wohl das Nachsehen.

Trotz Überkapazitäten und enormem Preisdruck auf den Strommärkten: Für den Schweizer Verbraucher ändert sich vorderhand – nichts. Das hat mit dem weiterhin geschlossenen Markt für private Haushalte zu tun. Anders als Grosskunden können sie ihren Stromanbieter noch immer nicht frei wählen.

Bundesrätin Leuthard will diesen zweiten Schritt der geplanten Liberalisierung des Strommarktes nun vorantreiben. Das machte sie auch am Rande des WEF nochmals deutlich. «Der Bundesrat will diesen zweiten Schritt realisieren, damit diejenigen Elektrizitätsunternehmen, die von günstigen EU-Strompreisen profitieren, das auch an die Konsumenten weitergeben», so Leuthard im Interview mit SRF. «Wir möchten, dass vom kleinen Gewerbebetrieb bis zum privaten Haushalt jeder eine Wahl hat.»

«Die Politik muss Farbe bekennen»

Angesprochen auf politischen Widerstand gegen diese Marktöffnung sagte Leuthard: «Ich glaube, das Umfeld ist im Moment gut. Die Wirtschaft will es, die Kantone stehen dazu», so die Bundesrätin. «Jetzt ist der Moment da, wo auch die Politik Farbe bekennen muss.»

Sinkende Strompreise für Private wollte Leuthard aber auch in einem geöffneten Markt nicht unbedingt versprechen. «Da bin ich vorsichtig», sagte sie. Der Preis für den Strom setze sich aus drei Teilen zusammen: Beschaffungs- und Produktionskosten dürften laut Leuthard in einem liberalisierten Markt sinken. Hingegen würden die Netzentschädigungen steigen. Und auch die öffentlichen Abgaben seien in der Vergangenheit angezogen, so die Bundesrätin.

Legende: Video Doris Leuthard zum geplanten Fördermodell abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.01.2014.

Neues Subventionsmodell

Leuthard erläuterte im Interview auch das geplante neue Fördermodell für die Stromproduzenten. «Wir wollen diejenigen entschädigen, die bereit sind, dann zu produzieren, wenn Bedarf da ist», erklärte sie. Ein Modell, das die Schweizer Wasserkraftwerke stärken könnte, die unter dem billigen Überangebot aus dem Ausland leiden.

«Wenn die Wasserkraft, die ja täglich und auch im Winter vorhanden ist, ihren Strom bei grosser Nachfrage auf den Markt bringt, soll sie einen besseren Preis erhalten», erklärte Leuthard die Planungen. Umgekehrt hätten Solarstromanbieter, die im Sommer bei ohnehin grossem Angebot produzierten, das Nachsehen.

«Das ist ein Direktvermarktungsmodell, das wir jetzt konkretisieren», so Leuthard. Ein Modell, das derzeit auch in der EU studiert werde und bei dem die Schweiz eine Art Vordenker sei.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Energietechnisch halte ich es für eine Verschwendung, dass Immobilienbesitzer nicht "gezwungen" werden die toten Dächer zu nutzen, seis durch Solarzellen, Wärmekollektoren oder Dachgärten.
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  • Kommentar von S. Sachser, Basel
    Nein, wir wollen Private nicht mit unseren Steuern subventionieren! Die Schweiz hat den Anschluss in der Energiefrage definitiv verpasst. Tagesstrom ist seit dem Deutschland Windräder und Solarzellen hat billiger als Nachtstrom. Der Staat Deutsczhland bezahlt an die DB Geld, damit die Ihre Weichen Heitzen im Sommer. Ibn der Nacht haben wir Frankreich, dass die Ganze EU mit Stromüberschuss versorg. Stauseen braucht es heute nicht mehr. --> See leeren, und nur noch etwas Wartung durchführen.
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