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Wegen Koffeingehalt Spar verkauft keine Energy Drinks mehr an unter 14-Jährige

Legende: Video 30 betroffene Produkte abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.01.2019.
  • Spar hat ein Verkaufsverbot von Energy Drinks an unter 14-Jährige erlassen.
  • Dies weil die stark koffeinhaltigen Getränke besonders bei Kindern zu Hyperaktivität und Schlafstörungen führen könnten.

Die freiwillige Selbstverpflichtung soll ein Zeichen setzen, teilte Spar mit. Unter die Kategorie Energy Drinks fallen laut dem Detailhändler alle Getränke mit einem erhöhten Koffeingehalt von 150mg pro Liter.

  • Spar bleibt vorläufig alleine

    Mit seiner Ankündigung, per sofort keine Energy Drinks mehr an unter 14- Jährige zu verkaufen, gelang dem Detailhändler Spar ein Coup. Allerdings kann man sich die Frage stellen: «Was nützt es, wenn ein Verkäufer die Schraube anzieht, alle anderen aber nicht?» Kinder erhalten auch künftig problemlos ihren aufputschenden Wachmacher – einfach in einem anderen Laden. Man hoffe natürlich, dass die anderen Detailhändler ihrem guten Beispiel folgen, lässt die Spar-Medienstelle verlauten. Man diskutiere zwar immer wieder, ob eine Einschränkung beim Verkauf von Energy Drinks nötig sei, sagt Migros-Sprecher Patrick Stöpper. Gegenwärtig sehe man aber von einer Alterskontrolle ab. Stöpper verweist auf die Eigenverantwortung der Kinder und ihren Eltern. Auch Coop-Sprecher Urs Meier stellt kein baldiges Umschwenken in Aussicht: «Bei Getränken mit erhöhtem Koffeingehalt setzen wir auf Information und Eigenverantwortung. Ein Verkaufsverbot an unter 14-Jährige ist bei uns nicht geplant.» Nach dem Vorpreschen von Spar wird der Druck auf die anderen Detailhändler trotzdem steigen. Nicht zuletzt begrüssen Ernährungsberatungsstellen die Selbstbeschränkung von Spar. Marianne Honegger von der Ernährungsberatung des schulärztlichen Dienstes der Stadt Zürich: «Wir begrüssen alle Massnahmen die dazu beitagen, dass Kinder weniger Süssgetränke konsumieren. Energy Drinks sind vollgestopft mit Koffein und Zucker und darauf reagieren Kinder viel sensibler als Erwachsen.»

Vorbild Alkohol-Verbot

Mit dem Verkaufsverbot an unter 14-Jährige wolle man Kinder dazu ermutigen, eine gesündere Getränkewahl zu treffen. Der Beschluss gelte für die Lizenzbetreiber von Spar-Läden jedoch nur als «Empfehlung».

Um das Verkaufsverbot möglichst umfänglich durchzusetzen, sollen die gleichen Mechanismen wie beim Alkoholverkauf greifen. Wenn ein Energy Drink an der Kasse gescannt wird, soll ein entsprechender Warnhinweis das Kassenpersonal darauf aufmerksam machen.

Andere Detailhändler wie Denner geben sich zurückhaltender: «Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam», teilte etwa Denner-Mediensprecher Thomas Kaderli mit.

Legende: Video Aus dem Archiv: Wie gefährlich sind Energy-Drinks? abspielen. Laufzeit 05:10 Minuten.
Aus Puls vom 10.11.2014.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Astrid Etter (Raja)
    Ich finde das super. Kinder trinken das auch nur weil es andere tun oder die Eltern selber auch, Sie wissen gar nicht WAS Sie da trinken. Verstehe sowieso nicht wie man sowas abscheuliches überhaupt trinken kann.
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  • Kommentar von Nicolas Burnier ((Censored))
    Ich finde es nicht gut wenn sich Läden über das Gesetzt stellen und mündige Bürger entmündigen. Den Jungen immer alles verbieten zu wollen, das führt doch zu nichts
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    1. Antwort von Kari Raeschter (K. Raeschter)
      @Nicolas Burnier ((Censored)): Unter 14 Jahre alt und mündig? Da habe ich aber schon meine Bedenken. Von mir aus könnte man den ganzen Energy-Drink Mist verbieten.
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  • Kommentar von Peter Frei (Peter Frei)
    Wir steuern immer mehr in eine Erziehungsanstalt, Öko- und Konsumentendidaktur/Religion. Gottessstaat pur. Der Erfolg der Schweiz war doch die Selbstbestimmtheit, die Liberalität, die Freiheit selbst zu entscheiden, das Risiko, die Innovation - die Eigenverantwortung, lernen durch Fehler machen. Dieser Rahmen hat mir zu einem glücklichen erfolgreichen gesunden Leben verholfen, und dafür bin ich der Generation der 68iger zutiefst dankbar. Ich brauche keine Verbote und Moraltanten
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    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Das ist ja kein Verbot. Das ist eine Einstellungssache vom Unternehmen selber. Jedes Geschäft ist doch wohl frei zu entscheiden, welche Artikel es verkauft. Es ist sogar so wie wenn die Gemeinde eines Tages sagen würde, es müssen nur noch die Steuern bezahlen die das gut finden! Natürlich würde das nicht gehen, da nicht die Gemeinde entscheidet was sie darf oder nicht. Das ist also kein Verbot sondern Mut und gesunder Menschenverstand.
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    2. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Fragen Sie doch mal, wem wir diese Regulierung zu verdanken haben: es ist die freie Wirtschaft selbst, welche sie provoziert. Fehlende Regelungen werden trotz allgemeinem VErständnis von Anstand und Sitte IMMER bis zur Unerträglichkeit ausgenutzt. Wenn wir das nicht wollen, sollten wir endlich DIESER Wirtschaft, wo es nur geht, einen Riegel schieben. Doch just dazu haben wir Schweizer ja das "Füdli" nicht! Also: nicht jammern!
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    3. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Peter Frei: Eben, Spar scheint selber zu bestimmen zu wollen, was er verkauft! Was wollen Sie denn noch?
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