Wenn 7,7 Prozent Wachstum enttäuschen

Chinas Wirtschaft ist im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Allerdings nicht mehr so stark wie noch im letzten Quartal 2012 – die Ölpreise reagierten umgehend.

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Bildlegende: 7,7 Prozent Wachstum: Das wäre fast überall viel. Nicht so in China. Keystone

Ein Wirtschaftswachstum von 7,7 Prozent: Das hat das chinesische Statistikamt für das erste Quartal 2013 ausgewiesen. Für viele Staaten wäre eine solche Zahl Grund zu massloser Freude. Nicht so in China – das offizielle Ziel von 7,5 Prozent wurde nur ganz knapp erfüllt. Im letzten Quartal 2012 lag das Wachstum noch bei 7,9 Prozent. Experten waren eigentlich von einem weiteren Anstieg zum Anfang dieses Jahres ausgegangen.

Die Börsen reagierten umgehend auf die vergleichsweise schwachen Zahlen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am frühen Morgen im asiatischen Handel 100,89 US-Dollar. Das waren 2,15 Dollar weniger als am Freitag.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 2,63 Dollar auf 88,66 Dollar. Der Grund: Die Händler sorgen sich, das geringere Wachstum könnte zu einer tieferen Nachfrage nach Öl in China führen.