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Wirtschaft Wer haftet bei Online-Einkäufen mit Kreditkarte?

Auch die Verschlüsselungstechnik im Internet ist nicht vor Fehlern gefeit, wie kürzlich bekannt wurde. Was hat das für Auswirkungen für Online-Kunden, die mit Kreditkarte bezahlen? Ein Spezialist für Internet-Recht gibt Auskunft.

Den allfälligen Schaden, wenn jemand trotz Sicherheitslücke mit der Kreditkarte einkauft, trägt der Händler. David Rosenthal, Anwalt und Spezialist für Internet-Recht, sagt dazu: «Das Problem liegt nicht auf der Seite des Kunden, und dafür muss er nicht einstehen. Natürlich kann es auch auf eine Beweisfrage hinauslaufen, aber grundsätzlich trägt nicht der Kunde das Risiko.»

Bei Zahlungen via Bank sei die Situation ähnlich: «Letztlich stellt die Bank das Sicherheitssystem zur Verfügung, und wenn die Bank eine fehlerhafte Software einsetzt, dann ist das ein Risiko in ihrem Bereich.»

Phishing ist etwas Anderes

Meistens seien die Banken bei der Abhandlung krimineller Fälle schnell und kulant, sagt Rosenthal. «Es gibt jedoch die sogenannten Phishing-Fälle. Bei denen liegt das Risiko beim Kunden. Der Kunde wird verleitet, seinen Code einem Dritten bekannt zu geben. Meistens schickt er eine offiziell aussehende E-Mail, die ihn dazu auffordert.» Auch diese Fälle würden von den Banken meistens so gelöst, dass beide Seiten zufrieden seien. «Wie es rechtlich in diesen Fragen aussieht, wenn es hart auf hart käme, ist eine andere Frage.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von A. Huber, Basel
    Im Online Handel ist nicht nur der Sicherheitsaspekt bei Transaktionen und bei der Datenspeicherung als Schwachpunkt zu sehen. Was der Verkäufer mit den Daten des gläsernen Kunden anstellt, und wem die Zahlungsinstitute die gewonnen Erkenntnisse (wer kauft wann, was, wo und wie oft, Vermögens-, Risiko-, Interessen-, Gewohnheits-, Gesundheitsprofile usw.) weiterverkaufen, bleibt für den Kunden im Verborgenen. Verkäufer und Kreditinstitute kassieren doppelt und dreifach, NSA & Co. freut' s auch...
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  • Kommentar von peter mueller, zürich
    Wer im Internet einkauft sollte sich eine zweite Kreditkarte beschaffen mit pre-payment z.B von Cornercard da zahlt er z.b 500.- CHF ein und begleicht seine Internet Transaktionen. z.B Amazon / Apple itunes etc. Das Verlustrisiko ist maximal 500.-- CHF. Wer eine Pre-payed Card hat wird über 1-2 Jahre etwa 100-200 CHF einsparen alleine an Mahnspesen/Verzugszinsen etc. Diese gibt es nicht durch die Voreinzahlung. Wer auf Emails Bank/Post/ Krankenkasse/Suva/AHV bekannt gibt - ist grobfahrlässig.
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  • Kommentar von M.Moser, Liestal
    Ich kennen einen IT Direktor einer Schweizer Bank, der sogar seine Miete mit Einzahlungsschein bezahlt. Das sagt doch alles wie sicher dieser Schrott ist!
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