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Wirtschaft Zahlungsverkehr mit SIX funktioniert wieder

Die Schweizer Finanzdienstleisterin SIX hat die Probleme mit Kartenzahlungen nach eigener Aussagen beheben können. Zuvor hatten Kunden mit Problemen an den Ladenkassen zu kämpfen, und in Österreich fielen gar die Bankomaten aus.

Ein Frau schiebt eine Karte in den Bezahlterminal.
Legende: Betroffen waren vor allem Orte mit einem SIX-Bezahlterminal in Läden und Restaurants. Keystone

Am Tag drei der schweizweiten Störungen im Zahlungsverkehr hat die Finanzdienstleisterin SIX die Panne beheben können. Ab sofort sollten Kunden in der ganzen Schweiz wieder problemlos bargeldlos bezahlen können.

Probleme an der Kasse

Das bestätigte die SIX gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Ursache der Netzwerkstörung habe erkannt und isoliert werden können, so die SIX.

Betroffen von der Panne waren Händler in der Schweiz, die ein Bezahlterminal von SIX an der Kasse einsetzen. Einzelne Kunden konnten deshalb ihre Einkäufe nicht mit einer Maestro- oder einer anderen Karte begleichen.

Die Störungen seien allerdings nur punktuell aufgetreten, betonte die SIX. Die allermeisten Transaktionen hätten einwandfrei abgewickelt werden können. Und es habe sich nicht um einen Hackerangriff gehandelt.

Auch das Ausland betroffen

Beeinträchtigt war neben der Schweiz auch der Zahlungsverkehr in Teilen von Österreich und Luxemburg. Gemäss der österreichischen Nachrichtenagentur APA waren in Österreich am Montag grossflächig Bankomaten ausgefallen.

Auch die Internetseite der SIX hatte am Dienstag nicht abgerufen werden können. SIX betreibt die Infrastruktur des Schweizer Finanzplatzes und bietet weltweit Dienstleistungen in den Bereichen Wertschriftenhandel und -abwicklung sowie Finanzinformationen und Zahlungsverkehr an.

Einschätzung von SRF-Wirtschaftsredaktor Philip Meyer

Eine solche Panne fördert nicht gerade das Vertrauen. Immer noch rund die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer will von Kredit-, Post- und EC-Karten nichts wissen. Und jedes Problem in diesem Bereich wird für sie eine Bestätigung ihrer Haltung sein. Auf der anderen Seite könnte ein instabiles System den SIX-Konkurrenten in die Hände spielen, die nun das Zahlen mit dem Handy ermöglichen wollen, wie Apple oder Google. Sie könnten langfristig davon profitieren, sollte es immer wieder zu Ausfällen an der Kasse kommen. Im Moment gibt es zwar noch kaum Alternativen in der Schweiz. Die Finanzdienstleisterin SIX ist zumindest im stationären Handel – also in den Läden – praktisch Alleinherrscherin. Mit den Handy-Bezahlmethoden, die nun kommen, können die Läden den Kunden in Zukunft Alternativen anbieten. Doch auch diese sind angewiesen auf Computer-Netzwerke, die funktionieren. Es lohnt sich wohl auch dann noch, etwas Bargeld dabei zu haben.

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