Zum Inhalt springen
Inhalt

Wirtschaft Zins bei Renten-Guthaben bleibt gleich

Guthaben im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge werden auch 2015 zu einem Satz von mindestens 1,75 Prozent verzinst. Die Gewerkschaften kritisieren den Entscheid des Bundesrats.

Ältere Damen sitzen auf einer Bank.
Legende: Bei der obligatorischen Altersvorsorge bleibt im nächsten Jahr alles beim Alten. Keystone

Der Bundesrat hat entschieden: Guthaben im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge (BVG) werden auch im nächsten Jahr zu mindestens 1,75 Prozent verzinst. Die Landesregierung folgte damit dem Antrag der Mehrheit der BVG-Kommission.

Eine Senkung sei trotz der gegenwärtigen Schwankungen im Aktienmarkt nicht angebracht, hiess es in der Mitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Gegen eine Anhebung hätten zudem die tiefen Zinssätze gesprochen.

Gewerkschaften forderten 2 Prozent

Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind von Gesetzes wegen die Rendite der Bundesobligationen und die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Die Rendite der Bundesobligationen bleibt laut BSV zwar auf einem tiefen Niveau. Aktien und Liegenschaften dagegen entwickelten sich gut.

Der Gewerkschaftsbund und der Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse hatten die 1,75 Prozent schon nach Bekanntwerden der Empfehlung der BVG-Kommission als zu tief kritisiert. Sie forderten eine Erhöhung auf 2 Prozent.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von U.E.Romer, Zuerich
    Hinweis für die News-Redaktion: Das Bild zeigt eine mürrische Rentnerinnengruppe und entspricht nicht mehr dem heutigen Rentnerbild. Wann endlich begreifen die Medienmacher, dass sie bei der Veröffentlichung von Imagebilder mit der "Zeit gehen" sollten? Damit zementieren sie Clichées und diskreditieren eine bedeutende Bevölkerungsgruppe, die dazu beigetragen hat, dass unser Land so floriert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Charles Halbeisen, Bronschhofen
      Diese Rentnerguppe ist nicht mürrisch, sondern man sieht ihnen das Alter und die Müdigkeit an. Ist das eine Schande?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniel Gull, Zürich
    Das ist wohl eine gute Nachricht - schliesslich sind die Damen gross im Vordergrund abgebildet mit ihren grossen und prall gefüllten Einkaufstaschen und der kleine alte Mann unbedeutend und weit im Hintergrund. Ein Schelm der sich böses dabei denkt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von A. Zimmrmann, Zürich
      ..und die armen Männer leben auch viel kürzer als die Frauen.. und die armen Männer werden von den meisten Frauen ein leben lang deskriminiert. Hoffentlich kommt irgendwann mal die Gleichberechtigung für die armen Männer!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Die Wirtschaft erfreut sich tiefer Zinsen und hat nun Mühe höhere Zinsen erwirtschaften zu können. Nur einen nicht unerheblichen Haken hat es. Die BVG-Versicherten würden sich doch eher an einem höheren Zins erfreuen können. Immerhin müssen diese Versicherten doch ein ganzes Leben lang die BVG-Gelder einzahlen, übrigens zu Gunsten der Wirtschaft, die mit diesem Kapital arbeitet. Die Interessen müssen da ja nun auch zwangsläufig auseinanderdriften.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Carsten Albrecht, Malters
      Die Sache hat nur einen winzigen Haken: die Pensionskassen investieren im Schnitt nicht einmal zehn Prozent des BVG-Kapitals in die Wirtschaft (lies: in Aktien), sondern müssen zwingend den Grossteil in Staatsanleihen und Liegenschaften pumpen. Von den daraus resultierenden Risiken auf dem Kapital infolge der Immobilienblase ganz abgesehen, KANN da also gar keine gute Rendite für die Sparkapitalien anfallen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen