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24.05.2026, 12:38 Uhr Tinu Heiniger: «Im Alter kommts hoch... in den Träumen»

Gezeugt am 8. Mai 1945, dem Tag als Nazi-Deutschland kapituliert, wächst Tinu Heiniger in Langnau auf. Mit seinem ersten Lied «Es schysst mi a» rebelliert er 1976 gegen die Enge seiner Emmentaler Kindheit und beschreibt, wie schwierig für ihn die Schreinerlehre gewesen ist

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Zu Hause erlebt er Gewalt («Mi Vater isch quasi jede Tag verruckt worde»), findet aber bei der Mutter Trost und in der Musik seine Freiheit.

Nach dem Lehrerseminar (es sollte was Musisches sein) arbeitet Heiniger viele Jahre als Lehrer, bis ihn eine Begegnung mit dem jungen Büne Huber ermutigt, mit Mitte 40 alles auf die Karte Musik zu setzen. Seither ist Heiniger eine Institution der Mundartszene. Er besingt die Heimat, ist mit Stephan Eicher befreundet und sucht trommelnd nach spiritueller Tiefe.

Heute blickt der 80-Jährige versöhnlich auf seine Irrungen und Wirrungen zurück. Warum er Ideologien für Krücken hält, was ihn an Bob Dylan fasziniert und wie gelassen er dem «Erdinnern» entgegenlebt, erzählt Heiniger in «Musik für einen Gast» bei Simon Leu.

Die Musiktitel:
- Bob Dylan: I Contain Multitudes
- Hannes Wader: Es ist an der Zeit
- Fabrizio de André: Andrea
- Tinu Heiniger, Hank Shizzoe, Shirley Grimes: Just a closer walk with thee
- Angespielt: Tinu Heiniger: Aut (2015) / Es schysst mi a (1977) / Unterhaltigsbrunz (1979)

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