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22.07.20212272 Ansichtenverfügbar bis 28.07.2021

Dem Tod ins Gesicht sehen

Die Geschichte einer aussergewöhnlichen Schweizerin: Elisabeth Kübler-Ross, Sterbeforscherin, voller Leidenschaft für das Leben. Kaum jemand hat so viel zur Enttabuisierung des Sterbens beigetragen – und kaum jemand hat mit seinen Aussagen zum Thema so stark polarisiert.

Ihr ganzes Leben lang hat sich die Schweizerin Elisabeth Kübler-Ross mit Sterben und Tod beschäftigt. Ihre Publikationen zum Thema brachten ihr Weltruhm und trugen Entscheidendes zur Enttabuisierung des Sterbens bei. 1926 in Zürich als zwei Pfund schweres Drillingskind geboren, studierte Elisabeth Kübler-Ross gegen den Willen ihrer Eltern Medizin und schloss 1957 mit der Promotion an der Universität Zürich ab. 1958 zog sie mit ihrem amerikanischen Ehemann in die USA. Dort kämpfte sie um die Anerkennung als Psychiaterin. In Studien wollte sie von Sterbenden lernen, wie man mit Sterbenden umgeht. Mit direkten Fragen wurden die Patientinnen und Patienten auf ihre Gefühlen und Gedanken zum Tod angesprochen - ein Vorgehen, das vor allem unter Ärzten für grosse Aufregung sorgte. Die Patienten reagierten jedoch sehr positiv auf die Fragen und unterstützten die Studie mit ihren Aussagen. Kaum jemand hat so viel zur Enttabuisierung des Sterbens beigetragen - und kaum jemand hat mit seinen Aussagen zum Thema so stark polarisiert. Die letzten Jahre vor ihrem Tod verbrachte die weltbekannte Wissenschaftlerin alleine und zurückgezogen in der Wüste Arizonas, nach mehreren Schlaganfällen ans Bett gefesselt. Im faszinierenden Porträt von Stefan Haupt blickt Elisabeth Kübler-Ross auf ihr bewegtes Leben zurück und erzählt, wie sie mit dem eigenen Altern und Sterben umzugehen versucht. Elisabeth Kübler-Ross starb am 24. August 2004 in Arizona.

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