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22.04.202121796 Ansichtenverfügbar bis 22.05.2021

Brücken bauen – Mit Handicap in die Arbeitswelt

Vier junge Menschen mit psychischer oder kognitiver Beeinträchtigung wollen im ersten Arbeitsmarkt Fuss fassen. «DOK» begleitet sie und zeigt: Wenn alle Beteiligten an einem Strick ziehen, kann sich eine geradezu erstaunliche Dynamik entfalten.

Teilhabe statt Fürsorge lautet das aktuelle Credo der Integrationspolitik, was auch bei der kürzlich verabschiedeten 7. IV-Rentenrevision noch einmal unterstrichen wurde: Gerade Jugendliche mit erschwertem Zugang zum ersten Arbeitsmarkt sollten bei ihrer Ausbildung und ihrem Einstieg ins Erwerbsleben besonders umsichtig und gezielt unterstützt werden: Sei es mittels Jobcoaching und «Supported Education», aber auch durch Arbeitgebende, die sich offen und flexibel zeigen. Doch wie sieht das in der Realität aus? Was braucht es, damit Arbeitgebende die Mühen und das Risiko auf sich nehmen, um jemanden zu integrieren, der oder die nur mit Einschränkungen den Leistungsanforderungen gewachsen ist? Welche Vorurteile gilt es abzubauen? Und wer kann wie davon profitieren? Der Film «Brücken bauen» erzählt vier exemplarische Geschichten, die jeweils unterschiedliche Aspekte dieser Fragen reflektieren. Der lernschwache, aber lastwagenbegeisterte Dario (19) kämpft sich dank grösstem Einsatz seines Ausbildners durch eine EFZ-Lehre zum Strassentransportfachmann. Die Autistin Nuria (19) verschafft sich mithilfe ihrer Coaching Orientierung bei der Berufswahl, während sie zugleich mit den Konsequenzen ihrer noch frischen Asperger-Diagnose hadert. Stojan (19) wünscht sich trotz seiner 100-prozentigen IV-Rente nichts sehnlicher, als im ersten Arbeitsmarkt tätig zu werden. Über ein Praktikum strebt er eine Festanstellung in einer Druckerei an. Und die, durch eine Zerebralparese, stark eingeschränkte Silja (26) schaut auf eine Mobbing-Erfahrung und andere schmerzhafte Rückschläge zurück und ist dennoch zu einer optimistischen und selbstbewussten Arbeitnehmerin geworden. Der Dokumentarfilm von Sören Senn erzählt von einer überraschenden Erkenntnis: Gelingt die Einbindung in den ersten Arbeitsmarkt, stärkt dies nicht nur das Selbstwertgefühl der Betroffenen, sondern steigert auch ihre Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig verbessert eine sichtbar gelebte Flexibilität und gelingende Integration von engmaschig betreuten Berufseinsteigern das gesamte Arbeitsklima und die Umgangsformen innerhalb eines Unternehmens – und darüber hinaus eröffnen sich konkrete Chancen hin zu einer partizipativen und offenen Gesellschaft.

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