Dieses Video kann leider nicht abgespielt werden. Inhalte mit Geoblocking können nur in der Schweiz abgerufen werden.Geoblocking: Mehr Informationen
24.10.202132465 Ansichten

Mit Lichtgeschwindigkeit zum Impfstoff – Das Projekt BioNTech

Die Firma BioNTech, domiziliert im beschaulichen Mainz, bringt als erstes Unternehmen einen Impfstoff gegen Covid-19 auf den Markt. Dieser basiert auf einer neuen Technologie: mRNA. Wie haben die beiden Mediziner, Unternehmer und Lebenspartner Uğur Şahin und Özlem Türeci das in elf Monaten geschafft?

Seit Anfang des Jahrhunderts widmet sich das Medizinerpaar Uğur Şahin und Özlem Türeci dem Ziel, die Krebsmedizin zu individualisieren. Bei der von ihnen gegründeten Firma BioNTech steht dabei die neuartige mRNA-Technologie im Mittelpunkt. Das «m» in mRNA steht für «messenger», also Bote, RNA für Ribonukleinsäure. Die mRNA überträgt die Informationen für die Produktion eines Antigens an unsere Zellmaschinerie, die Proteine herstellt. Zellen in unserem Körper präsentieren dann das selbst produzierte Antigen und lösen dadurch die gewünschte spezifische Immunantwort aus. Die Idee, mRNA Forschung auch für Impfstoffe gegen Viren anzuwenden, kam Şahin und Türeci im Januar 2020. Sie lasen von einem Virus im chinesischen Wuhan und entschieden sich innerhalb weniger Stunden: BioNTech widmete sich sofort der Suche nach einem Impfstoff. In einem ersten Schritt brauchten sie dazu sehr viel Geld und gute Nerven. Selbst nachdem hunderte Millionen gesammelt waren und die Entwicklung des Impfstoffs Fahrt aufnahm, blieben noch viele Fragen offen. Schliesslich beschleunigte die Kooperation mit dem Pharmariesen Pfizer den ganzen Prozess. Nur wenige Monate nach Beginn der Entwicklung des Impfstoffs folgte die Zulassung auch in der Schweiz. Inzwischen wurden bereits Millionen Menschen damit geimpft. Doch wie geht es nun bei der Krebsforschung weiter? Und kann die mRNA-Technik auch bei der Bekämpfung von Malaria helfen? Dem Dokumentarfilmer Michael Schindhelm gelingt ein intimer Blick hinter die Kulissen des Unternehmens an der Mainzer Goldgrube. Er erhält einen raren Einblick in das Denken der Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci und erfährt, was sie antreibt.

Mehr von DOK

Mehr aus DOK

Auch interessant