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31.10.202125203 Ansichten

Ukraine: Das Geschäft mit der Leihmutterschaft

Im Frühling 2020 gehen Bilder von unzähligen Babys aus der Ukraine um die Welt. Die Babys, geboren von Leihmüttern, werden nicht abgeholt. Denn die Eltern aus der ganzen Welt können aufgrund der Pandemie nicht einreisen.

Die Coronakrise macht auch vor einem lukrativen Geschäft in der Ukraine nicht Halt: dem Geschäft mit Fruchtbarkeitsbehandlungen. Viele Paare, die keine Kinder bekommen können, versuchen mithilfe einer Leihmutter in der Ukraine ihr Glück. Als im Frühling 2020 die Pandemie Reisen in andere Länder verunmöglicht, hat dies auch hier Folgen: Die Neugeborenen bleiben allein in der Klinik zurück, in der sie zur Welt kamen. Die Leihmütter sind nach Hause zu ihren eigenen Familien zurückgekehrt, die neuen Eltern bangen im Ausland darauf, ihr Kind endlich in die Arme schliessen zu können. Der Film «Das Geschäft mit der Leihmutterschaft» beginnt mit diesen dramatischen Ereignissen. In seiner Reportage geht der finnische Autor Antti Kuronen aber dem Fruchtbarkeitsgeschäft in der Ukraine noch tiefer auf den Grund. In nur wenigen Jahren wurde das Land zu einem der grössten Anbieter von Schwangerschaften durch eine Leihmutter. Ein profitables Geschäft für spezialisierte Firmen. Den Leihmüttern ermöglicht dieses Geschäftsmodell zwar ein unverzichtbares Einkommen, aber in vielen Fällen werden die Frauen allein gelassen, wenn medizinische Probleme in der Schwangerschaft auftauchen. Kuronen lässt Anbieter von Leihmutterschaften, Leihmütter und Eltern zu Wort kommen und zeichnet ein tiefgehendes Bild eines Geschäftsmodells, das ethische Fragen aufwirft.

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