Die Schweizer Lockdown Film Collection

Schweizer Filmschaffende mit Filmen zu Corona – bildgewaltig, skurril oder lustig.

Ein Grosselternpaar möchte ihrem Enkel zum Geburtstag gratulieren, droht aber zu scheitern – wegen Corona. Für die Grosseltern ein Drama. Doch sie bekommen Unterstützung von unerwarteter Seite. Ein herzergreifender Kurzfilm zu einem zeitlosen Thema in einer seltsamen Zeit. Edith und Werner wollen Enkel Julian besuchen. Doch wegen des Shutdowns stehen Oma und Opa vor verschlossenen Türen. Und der kleine Julian und seine Mutter kriegen von all dem nicht einmal etwas mit, denn sie haben sich hinter dem Bildschirm verschanzt. Doch Edith gibt so schnell nicht auf. Vor dem Hochhaus lassen die Grosseltern den Geburtstagsballon steigen – bis in den 19. Stock. Damit der Ballon ankommt, müsste die Hausgemeinschaft aber mithelfen. Aber sind die Bewohnerinnen und Bewohner nicht viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt – mit ihrem Alltag um Brotbacken, Fitnesskurse und Homeoffice? Oder schafft sie es, die Grosseltern und den Enkel zusammenzubringen, für einen kleinen Glücksmoment in Zeiten von Corona? Im Kurzfilm «19» von Adrian Perez geht es um ein zeitloses Thema in einer seltsamen Zeit. Die Hauptrollen sind prominent besetzt – mit Suly Röthlisberger («Der Bestatter») und Ueli Jäggi («Wilder», «Zwingli» und «Brunetti»). «19» ist eine Koproduktion von SRF und der Produktionsfirma Project Axel Foley.
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Inmitten des Covid-19 Lockdowns begleitet «Echo» zwei «Bergler» in ihrem neuen Alltag im malerischen Grindelwald und führt mit ihnen einen philosophischen Dialog. Intime Momente gespiegelt an cineastischen Bildern an der grandiosen Bergkulisse, ein wunderbares Zeitzeugnis. Ein Film von Noel Dernesch.
11 Min
Grünabfuhrkübel schleichen sich durch die Stadt. Kehrrichtsäcke schmuggeln sich in die Trams, fahren stadtauswärts, hinaus in den Wald. Was nach einer absurden Spielerei aussieht, entpuppt sich als Überlebensstrategie in Krisenzeiten und wird zur Ode an das Leben. Ein Film von Martin Guggisberg.
4 Min
Ein Filmemacher beobachtet sich und seine Familie beim Homeschooling. Der überambitionierte Vater spiegelt sich in den Kindern, Lupe (5) und Pablo (6), die seine Karikatur sind. Es darf gelacht werden über Absurditäten und Missgeschicke, wiewohl Abgründe aufblitzen. Ein Film von Thomas Haemmerli.
10 Min
Die Menschen haben ein Heilmittel gegen Corona gefunden. Doch die Natur schlägt sogleich zurück. Das Heilmittel zeitigt nämlich unerwartete Nebenwirkungen und das plötzlich animalische Verhalten der Menschen erinnert alle daran, woher das Virus kommt. Ein Film von Karim Patwa.
11 Min
Mira (6) und Nico (4) leben seit acht Wochen mitten in Zürich im Lockdown. Sie schnappen so einiges von dem auf, worüber die Erwachsenen so sprechen. Plötzlich taucht die Zwei-Meter-Regel in ihren Spielen auf und schon bald patroulliert die Playmobil-Polizei im Wohnzimmer. Ein Film von Luise Hüsler.
8 Min
Der Lockdown ist vorbei, es kann weitergehen. Der Sommer kommt. Larissa empfängt die erste Kundin im Salon. Patienten gefunden. Pascals Tage im Spital sind nicht mehr so lang. Doch die lange Zeit des Abstandhaltens hat Spuren hinterlassen. Ein Film von Yogi Parish.
7 Min
Lockdown Frühling 2020. Eine alleinstehende Frau flüchtet von den Geräuschen der Nachbarn unter ihre Bettdecke. Gegenstände entwickeln ein Eigenleben. Schlagzeilen formen sich zu einer Maske. Sehnsucht nach Nähe verwandelt die Maske in eine Figur. Ein Film von Anka Schmid.
5 Min
Fröhlich dribbelt der Jüngste mit seinem neuen Basketball durch die leeren Regale im Supermarkt, während die Mutter die Szene mit dem Handy aufzeichnet. Fortan hüpft, filmt, tanzt und lernt sich die Familie gemeinsam und doch oft in Parallelwelten durch «Die erste Welle». Ein Film von Annina Furrer
9 Min
In der durch Corona bedingten Isolation entdeckt ein Mann Parallelen zwischen dem goldenen Zeitalter gemäss Ovid, und seiner eigenen Sehnsucht nach körperlich Nähe. Draussen vor dem Fenster scheint indessen schon das vierte und letzte Zeitalter angebrochen. Ein Film von Aldo Gugolz.
4 Min
Roger hat alles dabei was heute von einem 82-jährigen verlangt wird. Nur zu Hause bleibt er nicht. Damit ist er nicht allein. Die andern, die 'Risiker', sollten zu Hause bleiben. Doch dann hat eine Parkplatzuhr ihre Tücken und ein Unbekannter schert sich nicht um Abstandsregeln. Ein Film von Peter von Gunten und Peter Guyer.
7 Min
Ein Wohnraum, ein Monitor, ein Mann – isoliert. Ausgeliefert dem steten Pendeln von der realen in die virtuelle Welt und zurück. Die Angst, den Bezug zur Realität zu verlieren. Die Hoffnung, bald wieder unter Menschen zu sein. Echten Menschen. Hautnah. Ein Film von Tobias Ineichen.
2 Min
Eine Frau wird von Erinnerungen geweckt. Milch kocht auf – ein Hoffnungsschimmer? Sie verschlingt die Milchhaut, verspürt neue Kraft, will den Tagtraum von Freiheit leben. Doch die Hoffnung war trügerisch. Ihr bleibt nur die Sehnsucht, in der sie sich auflöst. Ein Film von Sarah Derendinger.
5 Min
Die Filmemacherin hat zwei Rollen 16mm Filmmaterial im Kühlschrank liegen. Dann der Lockdown. Sie beschliesst, ihren Sohn, ihre Mutter und sich selbst zu filmen. ihre Schwerelosigkeit, ihre Unruhe. Den Versuch aller, einen Alltag zu leben, obwohl alles anders ist. Ein Film von Andrea Štaka.
12 Min
Der Film erkundet die Lockdown-Leere urban gestalteter Plätze. Unsere Welt ist asphaltiert, Pandemien fallen nicht vom Himmel. Das Virus offenbart sich auf der Tonebene des Filmes, infiziert gleichsam die Klangflächen, die sich ausbreiten, den Raum vereinnahmen. Ein Film von Natalie Pfister.
6 Min
Der Lockdown hat seltsame Folgen, selbst für Dealer. Das Bedürfnis der Kunden steigt, nur wie und wo finden jetzt die Übergaben statt? Und wie schafft es der Dealer, selbst nicht krank zu werden? Er ist doch systemrelevant. Fantasievolle Warenwege sind jetzt gefragt. Ein Film von Michael Steiner.
5 Min
Eine junge Frau schlendert durch die beinahe leergefegten Strassen der Vorstadt. Auf der Suche nach Zerstreuung geistern vereinzelt Leute durch den sonnigen Tag, ohne direkten Kontakt miteinander. Eine seltsam asoziale Welt. Wohin führt sie uns? Ein Film von Jela Hasler.
5 Min
Die letzten Wochen waren die Menschen dazu angehalten, zu Hause zu bleiben. Die meisten Einrichtungen blieben geschlossen. Es gab darum Tageszeiten, in denen das Land ganz still stand: menschenleere Städte und Tourismusgebiete, leere Zoos, Kirchen und Museen. So hat man die Schweiz noch nie gesehen. Die Sendung «Stille Schweiz» ist ein einzigartiges Zeitdokument, gefilmt für alle Daheimgebliebenen – eine Erinnerung auch für die Nachwelt. Der Journalist Matthias Lüscher macht sich zu Fuss auf den Weg – durch seine Augen erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer die Schönheit, Stille und Leere in der Schweiz. Eindrucksvolle Bilder, die zum Nachdenken anregen und die man nicht so schnell vergisst.
60 Min