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22.11.20201432 Ansichtenverfügbar bis 29.11.2020

«12 Years a Slave» – Packendes Drama mit Lupita Nyong'o

Der Afroamerikaner Solomon, der vor dem Bürgerkrieg als freier Mann in New York lebte, wird in den Süden entführt. Dort muss er zwölf Jahre lang die Gewalt und Demütigung der Sklaverei ertragen. Steve McQueens Meisterwerk mit Chiwetel Ejiofor und Michael Fassbender gewann drei Oscars.

Als freier Afroamerikaner lebt Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) in New York. Eines Tages stellt ein Bekannter ihm Mister Brown (Scoot McNairy) und Mister Hammilton (Taran Killam) vor, die nach einem begnadeten Geigenspieler suchen. Sie wollen ihn für eine Zirkusvorstellung in Washington anheuern und versprechen ihm gute Bezahlung. Dort angekommen laden sie Solomon zu einem ausgiebigen Festessen mit viel Wein ein. Doch der Alkoholrausch treibt Solomon in die Falle. Als er aufwacht, liegt er in Ketten. Brown und Hammilton verkaufen den ehemals freien Mann in die Sklaverei im Süden. Solomon geht während mehr als einem Jahrzehnt durch die Hölle. Nach dem Leidensweg in den Süden, auf dem Solomon immer wieder verprügelt und gedemütigt wird, endet er in den Händen des skrupellosen Sklavenhändlers Freeman (Paul Giamatti). Dort wird er für potentielle Käufer wie Mr. Ford (Benedict Cumberbatch) mit anderen Sklaven nackt ausgestellt. Familien werden auseinandergerissen und die Menschen verkauft wie Vieh. Ford bringt Solomon auf seine Farm, wo er und andere Sklaven vom Zimmermannsmeister Tibeats (Paul Dano) zum Holzfällen gezwungen werden. Durch seine Intelligenz steht Solomon zunehmend in Fords Gunst und erntet Tibeats Neid. Nach einem Handgemenge mit Tibeats entkommt Solomon nur durch die schützende Hand Fords dem Tod durch Hängen. Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, verkauft Ford ihn aber an den skrupellosen und brutalen Baumwollbauern Edwin Epps (Michael Fassbender). «12 Years a Slave» basiert auf der wahren Geschichte von Solomon Northup, der 1808 als Sohn eines befreiten Sklaven im Bundesstaat New York aufwuchs. Er wurde tatsächlich von seinen Arbeitgebern betrogen und mit der Behauptung, er sei ein entflohener Sklave, in den Süden verfrachtet. Nachdem er zwölf Jahre als Sklave durchleiden musste, gelang es ihm, mit seiner Familie Kontakt aufzunehmen. So konnte er seine Freilassung erwirken, nachdem mehrere Fluchtversuche zuvor gescheitert waren. Nach seiner Flucht erstattete er Anzeige gegen seine Entführer. Da er als Dunkelhäutiger aber nicht gegen Weisse aussagen durfte, entkamen seine Missetäter jeglicher Strafe. Rassismus ist in den Vereinigten Staaten bis heute ein Problem, immer wieder verstören Berichte über Polizeigewalt an Afroamerikanern, die in den letzten Monaten im Aufflammen der Proteste der «Black Lives Matter»-Bewegung mündeten. Kein Wunder also, dass die Verfilmung über den Ursprung dieses Problems – die Sklaverei im kolonialen Amerika – die grössten Namen Hollywoods anlockte. Regie führt Steve McQueen, der zwei Jahre zuvor mit «Shame» für Aufsehen gesorgt hatte. Für «12 Years a Slave» konnte er bis in die kleinsten Nebenrollen grosse Stars verpflichten, darunter Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Brad Pitt, Paul Giamatti, Benedict Cumberbatch und Paul Dano. Der Film wurde mit drei Oscars ausgezeichnet: als Bester Film des Jahres, als Bestes adaptiertes Drehbuch und Lupita Nyong'o gewann den Oscar als Beste Nebendarstellerin.

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