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30.07.20213400 Ansichtenverfügbar bis 05.08.2021

«Die Vergessenen» – Ukrainisches Drama

Luhansk in der Ukraine wird von pro-russischen Separatisten besetzt. Die Sprachlehrerin Nina lernt dort per Zufall den Schüler Andrij kennen, der von der Polizei verhaftet wird, nachdem er die ukrainische Flagge gehisst hat. Sie hilft ihm, ohne zu ahnen, wie rasch sie selbst zwischen die Fronten gerät.

Die 30-jährige Nina (Maryna Koshkina) ist Ukrainisch-Lehrerin in Luhansk, einer von pro-russischen Separatisten besetzten Stadt in der Ostukraine. In den Schulen soll fortan nur noch Russisch gesprochen werden, weshalb auch Nina einen Russischkurs besucht, um ihre Kenntnisse aufzufrischen. Ninas grösster Wunsch ist der Umzug in den unbesetzten Teil der Ukraine, doch ihr Partner Yura (Vasiliy Kukharskiy) hat einen guten Job und will vorläufig in Luhansk bleiben. Eines Tages begegnet Nina Andrij (Danylo Kamenskyi). Der Teenager schleicht sich in das Schulhaus, in dem Nina Russischstunden nimmt, und hängt eine riesige Ukraine-Flagge an die Hauswand. Als er erwischt und von der Polizei verhaftet wird, beschliesst Nina, ihm zu helfen. Sie beginnt sich einzumischen und gibt sich als Andrijs Lehrerin aus. Gegen ein entwürdigendes Pfand holt sie den jungen Mann aus dem Gefängnis. Die Aktion zeigt Folgen: Bald flackern Gefühle auf zwischen Nina und Andrij, doch an eine gemeinsame Zukunft ist nicht zu denken. «Zabuti – Die Vergessenen» der ukrainischen Regisseurin Daria Onyshchenko feierte seine Premiere 2019 am Filmfestival in Warschau und war danach an unzähligen Festivals zu sehen. In ihrem Heimatland wurde Hauptdarstellerin Marina Koshkina mit dem Filmpreis als «Beste Darstellerin» ausgezeichnet. Seit 2014 bestimmt der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine das Leben der Menschen in den besetzten Gebieten Donesk, Luhansk und auf der Halbinsel Krim. Im Westen erhält der Konflikt verhältnismässig wenig Aufmerksamkeit, daher auch der Titel des zweiten Spielfilms der ukrainischen Regisseurin Daria Onyshchenko: «Die Vergessenen».

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