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11.10.20218379 Ansichtenverfügbar bis 18.10.2021

«Eine total normale Familie» – Berührendes Drama

Als sich ihr Vater Thomas als transgender outet, gerät die bis anhin harmonische Welt der elfjährigen Emma aus den Fugen. Sie muss lernen, dass vielleicht gerade Veränderungen «total normal» sind. MI viel Feingefühl und Humor erzählt der Film über das Loslassen heteronormativer Vorstellungen.

Die elfjährige Emma (Kaya Toft Loholt) lebt mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Caroline (Rigmor Ranthe) in einer ruhigen Siedlung und hat immer gedacht, dass ihre Familie wie alle anderen ist. Ihr Vater Thomas (Mikkel Boe Følsgaard) ist ein grosser Fussballfan, sie spielt zu seiner Freude im lokalen Fussballklub und ihre Eltern scheinen endlich damit einverstanden zu sein, ihr den langersehnten Hund zu kaufen. Doch dann ändert sich von einer Minute auf die andere einfach alles: Zuerst erklärt Mutter Helle (Neel Rønholt), dass sie sich scheiden lassen will, dann outet sie Thomas als trans. Er erklärt seinen Töchtern, dass er von nun an als Frau leben möchte und bereits den Prozess für eine Geschlechtsumwandlung begonnen hat. Caroline versucht sich dem Vater anzunähern und zu begreifen und akzeptieren, doch Emma verweigert sich jeder Annäherung. Sie reagiert mit totaler Abwehr. Während aus Thomas nach und nach die elegant gekleidete Agnete wird, müssen alle versuchen auf ihre Art und Weise mit der neuen Situation zurecht zu kommen. Zögerlich verändert sich auch das Verhältnis zwischen Emma und Thomas. Und sie lernt, dass vielleicht gerade Veränderung «total normal» ist im Leben. Mit viel Feingefühl und leisem Humor zeichnet die dänische Regisseurin Malou Reymann in «Perfekt normale Familie» das Porträt einer Familie, die sich von heteronormativen Vorstellungen lösen muss, um eine gemeinsame Zukunft zu haben. Dabei erzählt sie die Geschichte aus dem Blickwinkel der elfjährigen Emma, was auch in ihrer eigenen Biografie begründet ist: ihr eigener Vater outete sich als Transgender. Deren Tagebüchern hat Reyman entnommen, wie gross die Rolle der Körperlichkeit und der damit verbundenen Scham war. So entschied sie sich im Austausch mit ihrem Vater bewusst dafür, die Hauptrolle nicht mit einem Transschauspieler zu besetzen. Die Hauptrolle übernahm Mikkel Boe Følsgaard, der fürs Fernsehen und im Theater arbeitete, bevor er 2012 erfolgreich sein Filmdebüt in «Die Königin und der Leibarzt» an der Seite von Mads Mikkelsen gab. Ausserhalb Dänemarks bekannt wurde er auch durch die Serie «Die Erbschaft», die auf SRF 1 zu sehen war. SRF zwei zeigt «Eine total normale Familie» in dänischem Originalton mit deutschen Untertiteln.

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