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13.01.20224015 Ansichtenverfügbar bis 12.02.2022

«Mad Love in New York» – Drama

Arielle ist stets auf der Suche nach einer Bleibe und dem nächsten Drogenkick. Gefahr geht auch von ihrem Geliebten aus, dem die 19-Jährige verfallen ist. Dieser Independentfilm der Brüder Safdie («Uncut Gems») ist ein Drama im fiebrigen Takt des Lebens auf den Strassen New Yorks. Free-TV-Premiere.

Die 19-jährige Arielle (Arielle Holmes) schlägt sich obdachlos in Manhattan durch. Es ist ein hartes Leben in Hausruinen und Notunterkünften, stets auf der Suche nach etwas Geld für Alkohol oder dem nächsten Drogenkick. Treue Freunde und Sekunden später erbittertste Feinde sind ihre Schicksalsgenossen: der sanftmütige Skully (Necro) und Mike (Buddy Duress), der stets einen Deal am Laufen hat. Die volatilste Beziehung aber führt sie mit Ilya (Caleb Landry Jones), mit dem sie eine Liebe bis zur Selbstaufgabe verbindet. «Wenn Du mich liebst, hättest du dich schon längst umgebracht», schnauzt er sie an, und tatsächlich wird Arielle wenig später ins Bellevue Hospital eingeliefert. Der Aufenthalt im Spital ist nur eine kurze Verschnaufpause, bevor den Teenager den täglichen Kampf ums Überleben wieder aufnimmt. Bei der Recherche zum Film «Uncut Gems» haben die mittlerweile zu Independentfilm-Stars aufgestiegenen Safdie-Brüder die junge Arielle Holmes auf der Strasse kennengelernt, die im Alter von 12 Jahren ihr erstes Crack geraucht hatte – mit ihrer Mutter. Josh Safdie hat die junge Frau dafür bezahlt, ihr Leben zu Papier zu bringen, und ihre unveröffentlichte Biografie «Mad Love in New York City» wurde zur Grundlage dieses Filmes, für den Holmes selbst die Hauptrolle übernehmen durfte. «Heaven Knows What», wie dieses Drama von Benny und Josh Safdie im Original heisst, ist von den ersten, irritierenden Sekunden weg keine angenehme Unterhaltung. Mit der Kamera nahe dran an den Figuren und mit einem Blick für die Details aus dem Leben der jungen Randständigen, gelingt den Safdie-Brüdern ein ungeschönter Blick auf das Leben dieser Obdachlosen. Mit all seinen irritierenden Momenten wirkt das Drama selbst, als würde es mit beissen und kratzen um seine Existenz kämpfen.

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