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19.10.20212542 Ansichtenverfügbar bis 25.10.2021

Tiger Girl

Die wilde Tiger bringt der schüchternen Vanilla bei, sich zu wehren. Zusammen machen sie die Strassen von Berlin unsicher, bis die Dinge aus dem Ruder laufen. Ein vor Energie sprühender Film mit Maria Dragus («Das weisse Band») und der in Zürich aufgewachsenen Ella Rumpf («Chrieg») in den Hauptrollen.

Margarete (Maria Dragus) will zur Polizei, weil sie einen sozialen und sinnvollen Job machen möchte. Doch dann fliegt sie durch die Prüfung und beginnt eine Ausbildung bei einem privaten Sicherheitsdienst. Beim Training unter lauter Männern, aber auch im Alltag kommt die schüchterne junge Frau immer wieder unter die Räder, wird dumm angemacht, ja angepöbelt – bis sie Tiger (Ella Rumpf) kennenlernt. Als sie auf einem verlassenen U-Bahnsteig von drei alkoholisierten jungen Männern bedrängt wird, taucht Tiger wie aus dem Nichts auf und wehrt die Angreifer fast im Alleingang ab. Tiger ist wild, unangepasst und ein bisschen durchgeknallt, sie nimmt sich, was sie will. Und sie will Margarete, die sie Vanilla tauft, ihre unterwürfige Art austreiben und eine wehrhafte Frau aus ihr machen. Vanilla ist fasziniert von ihrer neuen Freundin und beginnt deren coole Art nachzuahmen. Bald schon gehen die beiden gemeinsam auf Streifzüge durch die Stadt, um Passanten aufzuspüren, sie zu täuschen und zu berauben. Immer wieder suchen sie den Adrenalinkick, wollen sich frei fühlen. Vanilla wird immer selbstbewusster und verhält sich gleichzeitig immer renitenter und gewalttätiger. Zusehends schlägt bei ihr das lustvoll anarchische Pöbeln in sinnlose Gewalt um. Als Tiger Vanilla zur Rede stellt, schafft sie es nicht mehr an ihre neue Freundin ranzukommen. Nach einem krassen Gewaltausbruch von Vanilla kommt es zum Showdown. Wie schon bei seinem vielgelobten Zweitling «Love Steaks» (2013) gab Regisseur Jakob Lass auch bei «Tiger Girl» seinen Schauspielern viel Freiheiten und wenig Drehbuch, sie kannten die Handlung und improvisierten die Dialoge beim Drehen. Das führt zu Szenen, die sehr authentisch wirken. Cineman.ch nennt «Tiger Girl» ein «Paradebeispiel für wildes, junges, deutsches Kino. Hier gibt es auf allen Ebenen ordentlich was auf die Mütze, vor allem von den beiden toughen Protagonistinnen. Seit Thelma und Luise hat man nicht mehr so coole Freundinnen gesehen, so viel Lässigkeit ist im deutschen Film nicht selbstverständlich.» Filmstarts.de doppelt nach: «Nach ‘Love Steaks’ ein weiterer ganz starker Film von Jakob Lass: wild, dynamisch, emotional. Das ist (hoffentlich) die Zukunft des deutschen Kinos.» Gespielt werden die Freundinnen von zwei der momentan aufregendsten Jungschauspielerinnen, der französisch-schweizerischen Ella Rumpf («Chrieg», «Raw») und der deutschen mit rumänischen Wurzeln Maria Dragus («Freud»).

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