17.03.20219214 Ansichten

Julie kämpft um den Anschluss

Julie Trummer, 19, träumt davon, Weltcup zu fahren und ihr Land bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Dafür kämpft die Spätzünderin aus Feutersoy bei Gstaad mit eisener Disziplin. Nach ihrer Verletzung will sie den Anschluss ins Team schaffen und hofft auf eine Teilnahme an der Junioren-WM.

Die Langzeit-Dokumentation «Morgen sind wir Champions» begleitet zum ersten Mal die hoffnungsvollsten Talente im Schweizer Nachwuchs Ski Alpin. Sechs junge Frauen und Männer hoffen auf den Sprung vom Nachwuchs zu den Profis. Alessia Bösch, Aline Höpli, Julie Trummer, Nick Spörri, Alexis Monney und Gaël Zulauf haben den ersten Sprung aus den regionalen und nationalen Leistungszentren geschafft. Sie alle sind jetzt für die C- und B-Kader der Schweiz selektioniert und fahren um Punkte in nationalen FIS-Rennen und im Europacup. Es ist ein Leben aus dem Koffer, denn mehr als 250 Tage im Jahr sind die Athletinnen und Athleten weg von zuhause. Und nicht alle können sich schon voll auf den Ski-Sport konzentrieren, sondern müssen parallel auch noch ihren Schulalltag bewältigen oder arbeiten in den wenigen Tagen zuhause in ihrem erlernten Beruf. Unterstützt werden sie dabei von ihrem Umfeld und dem Schweizerischen Skiverband «Swiss Ski». Denn nur die absoluten Top-Fahrerinnen und -Fahrer können auch von ihrem Sport leben. Mehr als die Hälfte aller Trainings finden nicht im Schnee, sondern in den Kraftkammern statt. Hier werden besonders in den Sommer-Monaten die Grundlagen für eine starke Saison gelegt. Auch das mentale Training steht immer mehr im Focus. In jedem Rennen ans Limit zu gehen, aus Erfolgen und Rückschlägen die richtigen Schlüsse zu ziehen, ist Kopfsache. Genau wie der Drahtseil-Akt, dass jedes Teammitglied gleichzeitig auch ein Konkurrent ist. Das Risiko einer schweren und langwierigen Verletzung fährt bei jedem Training und Rennen mit. In einer Sportart, in der sich alles um Geschwindigkeit dreht, kann ein unglücklicher Sturz das Saison-Aus und im schlimmsten Fall auch das Ende der Karriere bedeuten. Dafür kommen Alessia, Aline, Julie, Nick, Alexis und Gaël mit jeder guten Platzierung oder dem Sprung aufs Podest auch ihrem Traum ein Stück weit näher: Ihrem Traum, es irgendwann bis ganz an die Spitze zu schaffen, im Weltcup, bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen.

Mehr von Morgen sind wir Champions

Mehr aus Morgen sind wir Champions

Auch interessant