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03.09.20201453 Ansichtenverfügbar bis 10.09.2020

Abwasser – Von der Giftbrühe zur Goldgrube

Aus den Augen, aus dem Sinn: Fünf bis acht Mal pro Tag drückt jede und jeder die Klospülung. Dass in der stinkenden, braunen Brühe viele Nähr- und Wertstoffe stecken, ist kaum jemandem bewusst. Kläranlagen holen die unterschiedlichen Stoffe mit aufwendigen Verfahren wieder aus dem Wasser.

Flüssiges und Festes landet gemeinsam in der Toilette. Die Stoffe wieder zu trennen, ist sehr aufwendig. Besser wären sogenannte Getrenntstoff-Toiletten. Urin und Fäkalien lassen sich so einfach weiterverarbeiten. Aus Urin wird Dünger, aus den Feststoffen Kompost. «Würmer lieben Klopapier», sagt Bastian Etter, der die neuartigen Toiletten entwickelt. Aus der braunen Brühe in der Kläranlage lassen sich ebenfalls Wertstoffe isolieren. In Zukunft soll auch Phosphor zurückgewonnen werden. Noch weitgehend unerforscht ist Abwasser als Informationsquelle. Spuren von Coronaviren könnten ein Frühwarnsystem für lokale Corona-Ausbrüche werden. Und: Sogar Gold findet sich im Abwasser. Allein in der Schweiz über 40 Kilo pro Jahr. Das Ziel der Abwasserbewirtschaftung ist, Kreisläufe zu schliessen und sauberes Wasser in die Flüsse zu leiten. Ein «NZZ Format» über den geheimen Wert des Abwassers.

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