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29.07.20211923 Ansichtenverfügbar bis 05.08.2021

Wem gehört die Stadt? Der neue Klassenkampf ums Wohnen

Wohnen Sie noch, oder suchen Sie schon? Leistbares Wohnen wird in immer mehr Städten zum Reizthema. In boomenden Metropolen wie München, London oder San Francisco herrscht akute Wohnungsnot. Diese ist ein Resultat mehrerer zeitgleich ablaufender Prozesse.

Seit der Finanzkrise 2008 vertrauen Wohlhabende auf Grund und Boden als solide Geldanlage. In London und San Francisco hat die internationale Finanzelite ganze Stadtteile aufgekauft und damit einen aggressiven Verdrängungswettbewerb eingeleitet. Vor allem für die Mittelschicht wird es eng: Sie kann sich die Marktpreise oft nicht mehr leisten, verdient aber meist zu viel, um in den Genuss geförderter Wohnungen zu kommen. Das Resultat: Die Mittelschicht wird an den Rand der Städte oder ins Umland gedrängt. Doch zunehmend regt sich Widerstand: In München gründen sich immer mehr Bürgerbewegungen, die gegen die ständig steigenden Wohnungspreise ins Feld ziehen. Wem gehört die Stadt? Ein «NZZ Format» über Immobilien als Lieblingsanlage, Wohnen als Grundrecht und die Stadt als Elitenprojekt.

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