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01.08.20201854 Ansichtenverfügbar bis 08.08.2020

«Der Souverän – Lebendige Demokratie – Von Franz Schnyder

Am Beispiel der fiktiven Bauernfamilie Leuenberger schildert Franz Schnyder in seinem 1947 entstandenen Kurzfilm neben dem traditionellen bäuerlichen Alltag auch den Umgang mit den Rechten und Pflichten in der freien und demokratisch regierten Schweiz. Produzent Lazar Wechsler, Inhaber der Züricher Praesens-Film, wollte nach dem Zweiten Weltkrieg eine sechsteilige Dokumentarfilm-Reihe zum Thema «Lebendige Demokratie» herstellen. Franz Schnyder sollte die ersten drei Episoden drehen, Kurt Früh die restlichen. Doch dann geriet das Projekt ins Stocken. Schliesslich wurden die ersten zwei Teile – «Der Souverän» und «Bauern und Bürger» – zum 22-minütigen Dokumentarfilm «Der Souverän» zusammengefügt und am 17. Oktober 1947 als Vorfilm im Kino Urban in Zürich gezeigt. Der dritte Teil, «Freie Täler», kam erst 1949 in die Kinos. Kurt Früh konnte 1949 nur noch einen von drei geplanten Teilen drehen. Seine Episode «Demokratie in Gefahr» (11 Minuten) wurde am 20. Juni 1950 uraufgeführt. Franz Schnyder, der 1941 mit seinem Regiedebüt «Gilberte de Courgenay» einen Kassenschlager landete und für die Praesens-Film in kurzer Zeit zwei weitere Filme drehte («Das Gespensterhaus», 1942 und «Wilder Urlaub», 1943), realisierte nach dem Misserfolg von «Wilder Urlaub» während zehn Jahren keinen Spielfilm mehr. Im Kurzfilm «Der Souverän» findet man allerdings schon viele Hinweise auf seine späteren Gotthelf-Verfilmungen, mit denen er zum erfolgreichsten Schweizer Filmregisseur wurde.

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