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04.04.202112825 Ansichtenverfügbar bis 04.05.2021

Gotthard

Göschenen 1873. Es herrscht Goldgräberstimmung. Die Bauarbeiten am Eisenbahntunnel durch den Gotthard ziehen Hunderte von Menschen aus ganz Europa an. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Göschener Fuhrmannstochter Anna, der deutsche Ingenieur Max und der italienische Mineur Tommaso.

Frühjahr 1873. Täglich kommen neue Menschen aus ganz Europa in das kleine Bergdorf Göschenen im Kanton Uri. Sie wollen sich an der Arbeit am grössten und spektakulärsten Bau der Neuzeit beteiligen: am Eisenbahntunnel durch den Gotthard. Unter den Begeisterten sind Max (Maxim Mehmet), der angehende Ingenieur aus Deutschland, und Tommaso (Pasquale Aleardi), der stolze Mineur aus dem Piemont. Die beiden jungen Männer streiten sich um das letzte Logierbett auf dem Hof der Fuhrmannstochter Anna (Miriam Stein). Schliesslich teilen sie es sich aus finanziellen Gründen. Nicht nur die knochenharte Arbeit schweisst Max und Tommaso zusammen, sondern auch ihre Freundschaft mit der zupackenden Anna. Während der charismatische Unternehmer und Visionär Louis Favre (Carlos Leal) im Zürcher Baur au Lac gegenüber dem Schweizer Bundesrat wie auch den europäischen Investoren behauptet, die Bauarbeiten liefen nach Plan, kommt es im Tunnel immer wieder zu Rückschlägen. Der harte Granit zerstört die Bohrer, weiche Gesteinspartien lassen Teile des Stollens einstürzen. Die ersten Toten sind zu beklagen. Als sich der wütende Tommaso gegen die schlechte Behandlung durch das Unternehmen Louis Favre wehrt, wird er entlassen. Ohne Arbeit droht Tommaso die Abschiebung. Max hingegen kommt seinem Traum näher, ein grosser Ingenieur zu werden: Favre schickt ihn in die Zentrale nach Luzern, wo er seine Ideen umsetzen soll. Anna, von Max' Abschied verletzt, macht Tommaso einen Heiratsantrag: So könnte der in Göschenen bleiben, und sie hätte den «Geschlechtervormund», den sie als Frau braucht, um ein Logierhaus zu bauen und ein Gewerbe zu führen.

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