15.01.20227044 Ansichtenverfügbar bis 30.01.2022

«Schneewittchen und die sieben Gaukler» – Schweizer Filmklassiker

Ein junger Bankbeamter erbt ein heruntergekommenes Hotel im schweizerischen Flüelimatt, das er zu Silvester wieder in Schwung bringen möchte. Kurt Hoffmann inszenierte die winterliche Geschichte 1962 mit Walter Giller und Caterina Valente, die am 19. Januar 2022 ihren 91. Geburtstag feiert.

Erben schafft Sorgen. Das erlebt Norbert Lang (Walter Giller), der kurz vor Weihnachten im Schweizer Kurort Flüelimatt (alias Sankt Moritz) ein baufälliges Hotel übernehmen darf. Für die Feiertage ist es zwar schon ausgebucht. Aber die Heizung spuckt und für Silvester fehlt das Unterhaltungsprogramm. Und dann läuft auch noch das ganze Personal weg. Der Direktor der Installationsfirma (Sigfrit Steiner) in Zürich verspricht dem geplagten Junghotelier einen kundigen Ingenieur. Und für Silvester engagiert er die recht eigenwillige Sängerin Ines del Mar (Hanne Wieder), bei der allerdings die Sinneslust vor der Sangeslust zu rangieren scheint. Ingenieurin Rossi anderseits entpuppt sich als ausgesprochen charmante junge Frau (Caterina Valente), die bald schon vom heizrohrkundigen Nothelfer zum wahren Weihnachtsengel in allen Belangen aufrückt. Mit «Schneewittchen und die sieben Gaukler» erschloss der renommierte Produzent Lazar Wechsler 1962 einen für Schweizer Kinoverhältnisse neuen Bereich: das filmische Musical. Erzählt wird, wie meist in solchen Fällen, eine sehr einfache Geschichte. Doch das Spezielle liegt im Detail. Günter Neumann, einer der Grossen in der damaligen deutschen Kabarettszene, schrieb zum handfesten Drehbuch reimverliebte, witzige Lieder. Kein Geringerer als Sven Nykvist stand hinter der Kamera. Und für Spass sorgte eine Eliteauswahl von Unterhaltungskünstlerinnen und -künstlern, allen voran Caterina Valente als Doktor Rossi.

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