Auf Familie Ambrosini warten neun Appenzeller Spitzhauben

Familie Ambrosini ist bereit für den Umzug in die Deutschschweiz, nach Rüeterswil. Zum Alltag in ihrem neuen Zuhause wird die Pflege von Appenzeller Spitzhauben gehören. Das junge Federvieh hat sich vom Ferien- zum Dauergast gemausert. Eine kleine Anekdote aus «2 Familien, 1 Schweiz».

Pflege der Appenzeller Spitzhauben: Elena zeigt wie's geht

Eigentlich ist Familie Teuber nur zum Hüten eingesprungen. Sie hat sich bereit erklärt, die Spitzhaubenhühner eines Kollegen zu hüten. Genau in dieser Zeit wurden Teubers für «2 Familien, 1 Schweiz» als Deutschschweizer Familie gewählt, die mit der Tessiner Familie Ambrosini während einer Woche Heim und Leben tauscht.

Die drei Kinder halten je eine Küken der Rasse Appenzeller Spitzhauben in der Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Elena, Elio und Samira Teuber hüten die kleinen Appenzeller Spitzhauben wie ihren Augapfel. SRF

Natürlich wollte man mehr über diese Familie aus Rüeterswil erfahren. Welche Berufe die Eltern Peter und Zaïra ausüben, welche Interessen die Kinder Elena, Elio und Samira haben. Doch die Aufmerksamkeit galt auch den Appenzeller Spitzhaubenhühnern, weil sie eher selten sind, und hübsch anzusehen. Mit der Zeit wurde klar, die gefiederten Feriengäste müssen bleiben.

Aus diesem Grund wird Familie Ambrosini aus Peccia die Appenzeller Spitzhauben während ihrem einwöchigen Aufenthalt in Rüeterswil nun ebenfalls hegen und pflegen. «Lest euch zum Thema Appenzeller Spitzhauben schon mal ein», so der Rat von Zaïra Teuber an Familie Ambrosini. «Wir haben neun Stück davon, die ihr hüten müsst. Die Hühnerrasse ist sehr robust und kann gut fliegen».

«  Sie sitzen noch gerne unter der Wärmelampe. »

Elena Teuber

Die 12-jährige Elena Teuber hat sich von Beginn weg der Appenzeller Spitzhauben angenommen und sie als Küken gross gezogen. Deshalb hat sie für die Familie Ambrosini extra ein Merkblatt mit allen wichtigen Punkten geschrieben: Vom Aufdecken des Käfigs am Morgen bis zum Zudecken am Abend. Angst brauche man vor den Hühnern übrigens nicht zu haben, meint sie. Die kleinen Appenzeller Spitzhauben seien liebe Tiere, nur manchmal ein bisschen eifersüchtig.

Appenzeller Spitzhauben

«Gässerschnäpfli» oder «Tschüpperli» sagen die Appenzeller den Spitzhaubenhühnern. Ihr Kopfschmuck ist auffällig: Eine schmale, nach vorne geneigte Federhaube, die an die Haube der Appenzeller Sonntagstracht erinnert.

Appenzeller Spitzhauben sind munter und vital, klettern vorzüglich auf felsigem Grund und können ausserordentlich gut fliegen. Letztere Eigenschaft ist eine Herausforderung für manch einen Gehege-Bauer. Die Hühnerrasse ist ausserdem sehr robust und übernachtet gerne auch mal auf Bäumen, auch im Winter, da sie die Kälte nicht scheuen.

Zu den Stammeltern der Appenzeller Spitzhauben gehört, so wird vermutet, die niederländische Hühnerrasse Brabanter sowie «La Flèche» und «Crève-Coeur» aus Frankreich. Klöster im Alpenraum sollen das Spitzhaubenhuhn schon im 15. Jahrhundert gezüchtet haben. Heute wird diese Rasse hauptsächlich in der Ostschweiz gezüchtet.