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Apfel Die Top 10 der beliebtesten Schweizer Apfelsorten

Der Apfel ist eine der vielseitigsten Früchte und deshalb in der Schweiz ein Renner: Rund 16 Kilogramm pro Kopf essen Schweizerinnen und Schweizer jährlich. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Sorten der Schweiz vor.

In der Schweiz gibt es 1152 Apfelsorten. Nun gibt es eine mehr. Ladina heisst sie und wurde von Agroscope gezüchtet. Seit 1999 wird an dieser robusten Apfelsorte gearbeitet.

Aber wie steht es um die altbekannten Apfelsorten? Hier finden Sie den Steckbrief zu den Top 10 der beliebtesten Äpfel der Schweiz:

1. Gala

Gala
Legende: Gala – der Beliebte Diese Apfelsorte finden die meisten Schweizerinnen und Schweizer zum Anbeissen gut. swissfruit

Gala wurde 1934 erstmals in Neuseeland gezüchtet und ist heute die beliebteste Apfelsorte in der Schweiz. Sie sieht optisch gut aus und ist das ganze Jahr über im Angebot. Rund 24'000 Tonnen des süssen, handlichen Apfels wurden dieses Jahr verkauft. Die Sorte enthält im Vergleich zu anderen viel Zucker und wenig Säure. Deshalb ist Gala besonders bei Kindern beliebt. Gala wird in der Schweiz überall angebaut und reift als eine der ersten Apfelsorten.

Saison: August bis Juni

2. Golden Delicious

Colden Delicious
Legende: Golden Delicious – der Süsse Diese Apfelsorte ist vor allem aufgrund ihres süssen Geschmacks sehr beliebt. swissfruit

Golden Delicious wurde 1890 in den USA zufällig entdeckt. Heute ist es die Apfelsorte, die weltweit am meisten verbreitet ist und auch in Europa am häufigsten angebaut wird. Im Durchschnitt werden in der Schweiz pro Jahr 15'000 Tonnen Golden Delicious verkauft. Aufgrund des geringen Säuregehalts und des milden Geschmacks ist diese Apfelsorte bei Herstellern von Babynahrung besonders beliebt. Aber auch in der Küche ist Golden Delicious ein Multitalent. Genau wie Gala bevorzugt er kein spezielles Anbaugebiet und wird überall in der Schweiz angebaut.

Saison: September bis August

3. Braeburn

Braeburn
Legende: Braeburn – der Neuseeländer Braeburn ist eine der Vitamin-C-reichsten Sorten. swissfruit

Ebenfalls aus Neuseeland stammt die Sorte Braeburn. Dort wurde sie 1950 entdeckt. Braeburn ist eine der Vitamin-C-reichsten Sorten und verfügt über einen leicht säuerlichen Geschmack. Da das Fruchtfleisch nach dem Anschneiden nur langsam braun wird, eignet sich dieser Apfel gut zum Verarbeiten in der Küche. Insbesondere Backen lässt sich's gut mit dem Braeburn.

Saison: Oktober bis Juni

4. Jazz

Jazz
Legende: Jazz – der Schönling Diese Apfelsorte kommt optisch besonders elegant daher. swissfruit

Auch die Apfelsorte Jazz stammt ursprünglich aus Neuseeland und entstand durch die Kreuzung von Braeburn und Royal Gala. Der eigentliche Name lautet Scifresh. Umbenannt auf Jazz wurde die Sorte aus Marketinggründen. Der Apfel besticht durch sein saftiges und knackiges Fruchtfleisch sowie seinen süss-säuerlichen Geschmack. Die Zucker-Säure-Balance dieses Apfels ist optimal. Die Sorte eignet sich hautpsächlich zum frisch Essen, aber auch zum Kochen und Backen. Jazz ist sehr wärmeliebend und wird deshalb vor allem im Wallis und in der Westschweiz angebaut.

Saison: Oktober bis Juni

5. Boskoop

Boskoop
Legende: Boskoop – der Urchige Der Boskoop ist ein typischer Verarbeitungsapfel. swissfruit

Der Boskoop ist eine ältere Apfelsorte, die heute in der Schweiz vor allem in der Ostschweiz angebaut wird. 1856 wurde sie in den Niederlanden entdeckt und ist nach einer niederländischen Ortschaft benannt. Bekannt ist der Boskoop als typischer Verarbeitungsapfel, der einen etwas urchigen und bodenständigen Charakter hat. Aufgrund des hohen Zucker- und Säuregehalts eignet er sich besonders gut für Apfelmus, Apfelwähen oder auch zur Mostverarbeitung. Diese Apfelsorte ist sehr robust und gut lagerbar.

Saison: September bis Mai

6. Pink Lady

Pink Lady
Legende: Pink Lady – die Frische Die Apfelsorte Pink Lady ist eine typische Clubsorte. Getty

Die Sorte Pink Lady, die mit richtigem Namen Cripps Pink heisst, enstand 1973 in Westaustralien durch eine Zufallskreuzung zwischen Lady Williams und Golden Delicious. Sie ist die Clubsorte par Excellence und markenrechtlich geschützt. Das bedeutet: Wer diese Sorte anbauen will, muss einem Club beitreten und bestimmte Richtlinien einhalten. Pink Lady eignet sich vor allem zum frisch Essen, kann aber auch zum Kochen und Backen verwendet werden. Das Fruchtfleisch ist fest, eher saftig und säuerlich-süss. Speziell an dieser Apfelsorte ist ihre späte Erntezeit. Da sie erst Anfang bis Mitte November geerntet wird, wird sie vor allem im sonnigen Wallis angebaut.

Saison: Dezember bis Juni

7. Jonagold

Jonagold
Legende: Jonagold – die Deutschschweizerin In der Westschweiz ist diese aromatische Apfelsorte praktisch unbekannt. swissfruit

Die Apfelsorte Jonagold enstand 1935 aus einer Züchtung in den USA. Seit den 1970er-Jahren ist sie auch auf dem europäischen Markt beliebt. Der Geschmack fällt auf durch seine aromatische Süsse. Durch die Lagerung wird diese Sorte aber etwas weich. Jonagold eignet sich zum frisch Essen, aber auch zum Kochen und Backen. Nach dem Anschneiden verbräunt diese Sorte jedoch rasch. In der Westschweiz wird diese Apfelsorte kaum angebaut und ist deshalb deutlich weniger beliebt als in der Deutschschweiz.

Saison: September bis August

8. Diwa

Diwa
Legende: Diwa – die Schweizerin Die Apfelsorte Diwa ist das Ergebnis einer Schweizer Züchtung. swissfruit

Die Apfelsorte Diwa ist eine Schweizer Züchtung. Über mehrere Jahre wurde diese Sorte an der Agroscope gezüchtet und optimiert. Sie wird fast ausschliesslich in der Ostschweiz angebaut. Diwa ist aber auch im Ausland bekannt und ist vor allem in den Niederlanden, in Deutschland und Dänemark verbreitet. Mit ursprünglichem Namen heisst die Sorte Milwa. Aufgrund einer Namensumfrage der Agroscope kam sie aber zu ihrem heutigen Marketingnamen. In der Europäischen Union und in den USA lautet er Junami. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig und sehr fruchtig im Geschmack. Auch Diwa eignet sich sowohl für den frischen Verzehr als auch in der Küche.

Saison: Oktober bis Juni

9. Elstar

Elstar
Legende: Elstar – der Aromatische Aus Elstar und Maigold wurde die Schweizer Apfelsorte Diwa gezüchtet swissfruit

1955 wurde die Apfelsorte Elstar in den Niederlanden gezüchtet. Ihr Verkauf ist etwas rückläufig, denn manchen ist sie zu weich und mehlig. Beliebter ist heute ihre Nachfolgerin Diwa, eine Züchtung aus Maigold und Elstar. Die Apfelsorte verfügt jedoch über einen sehr aromatischen Geschmack und wird deshalb meist frisch gegessen. Sie eignet sich aber auch zum Kochen und Backen.

Saison: September bis März

10. Gravensteiner

Gravensteiner
Legende: Gravensteiner – der Uralte Der Gravensteiner schmeckt am besten ausgereift direkt vom Baum. swissfruit

Der Gravensteiner ist eine uralte Apfelsorte, die 1669 in Dänemark entdeckt und nach einer dänischen Ortschaft benannt wurde. Dieser Apfel ist einer der ersten im Jahr, der geerntet werden kann, und wird im Wallis und in der Ostschweiz angebaut. Sein Fruchtfleisch ist fest, saftig und etwas säuerlich. Leider ist diese Apfelsorte aber eher schlecht lagerfähig und wird schnell mehlig. Am Besten schmeckt der Gravensteiner ausgereift, also direkt vom Baum.

Saison: August bis Oktober

Quelle: Swissfruit, Agroscope, Arenenberg