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Radio SRF 1 Brexit – das Ende der Europäischen Union?

Europa schaut gebannt nach Grossbritannien. Am Donnerstag entscheiden die Britinnen und Briten, ob sie aus der Europäischen Union austreten wollen. Britain + Exit = Brexit. Was simpel klingt, ist es ganz und gar nicht. Der Tag der Entscheidung kann zu einem Schicksalstag für Europa werden.

Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 57:37 Minuten.
57:37 min, aus Forum vom 23.06.2016.

Ganz Europa schaut nach Grossbritannien

Die Abstimmung über einen Brexit bewegt die Menschen in ganz Europa. Für die Menschen in Polen sei es eine Abstimmung über ihre persönliche Zukunft, sagt der SRF-Osteuropakorrespondent Urs Bruderer. Grundsätzlich sei der Donnerstag für Osteuropa ein Tag der gemischten Gefühle: Man verstehe die EU-Skepsis der Briten. Ein Grund, warum man sich Grossbritannien weiterhin am Verhandlungstisch in Brüssel wünsche.

Chancen und Risiken eines Austritts

Für die EU wäre ein Brexit ein Erdbeben, sagt der EU-Korrespondent Oliver Washington. Es würde offensichtlich, dass der europäische Integrationsprozess auch scheitern kann. Ein Brexit könnte aber auch eine Chance sein, wenn die verbleibenden Mitglieder dies nutzen, um die institutionellen Defizite der EU zu beheben.

Die Schweiz ist keine Insel

Auch in der Schweiz wird die Abstimmung in Grossbritannien mit Interesse verfolgt. Am Donnerstag werde entschieden, wie unser Verhältnis zur EU in Zukunft aussieht, sagt der Bundeshausredaktor Philipp Burkhardt.

Die unkalkulierbaren Folgen eines Austritts

Der Donnerstag bringe für die Menschen im Vereinigten Königreich eine schicksalsschwere Entscheidung mit unkalkulierbaren Folgen, meint SRF-Grossbritannienkorrespondent Martin Alioth. Ungeachtet des Resultats befürchtet er, dass das Land für eine geraume Weile unregierbar werde.

In der Sendung «Forum» malen wir ein Stimmungsbild von Europa. Wir schalten zu den Korrespondenten in den verschiedenen Regionen Europas und gehen der Frage nach: Welche Zukunft hat die EU?

19 Kommentare

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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Wenn mit Geld wedeln,Zwang ausüben und Erpressen die einzigen Mittel sind,irgend einen Zusammenhalt zu erwirken,wird diese"Einheit",nicht echt und von langer Dauer sein.Je grösser das Konstrukt,desto schwieriger demokratische Mechanismen aufrecht zu erhalten.DIE Krankheit der EU.Stärkt lediglich die"Grossen"(Finanzkonglomerate)schwächt die bereits"Schwachen".Klartext;Gewinne nach OBEN,Lasten nach UNTEN.Die Basis bezahlt die sie unterdrückenden Mechanismen.Toll nicht?
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  • Kommentar von Dieter Beer, Bern
    ich glaube, die EU wird zu Unrecht für die aktuellen Probleme verantwortlich gemacht, welche durch die Globalisierung entstanden sind. Ich finde es sehr wichtig, dass eine solche Ländergemeinschaft besteht, damit Regeln und Rahmenbedingungen für einen globalisierten Markt demokratisch bestimmt und durchgesetzt werden können, damit nicht nur die Multi-Konzerne das Sagen haben und die Länder einzeln unter Druck sezten können.
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    1. Antwort von Otto Murbach, Poschiavo
      Aber genau das selbe macht die Brüsseler Diktatur. Ich sehe da keine Demokratie. Hauptsache alle müssen Ihr gehorchen
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  • Kommentar von Toni Koller, Bern
    Liebes SRF, Wer im Zusammenhang mit der EU vom "Dritten Weltkrieg" schwafelt, gehört nicht auf den Sender! Solcher Unfug unterschreitet das nötige Niveau der Diskussion - und ist eine Beleidigung für die Millionen Todesopfer der bisherigen Weltkriege.
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