Bruno Kaufmann: Unser Mann in Nordeuropa

Bruno Kaufmann schildert seit 1990 als SRF-Korrespondent die Lage in Nordeuropa, zwischen Grönland und Litauen. Lokale Sprachkenntnisse waren dafür eine Grundvoraussetzung. Ohne diese würden die Informationen an Unmittelbarkeit einbüssen.

Ohne Verständnis für Land und Leute kann man im Ausland nicht arbeiten. Bruno Kaufmann begann ein Austauschstudium in Schweden, noch ohne die Sprache zu beherrschen. Aber schon nach drei Monaten wurde er von einer Zeitung angestellt.

«  Man muss sich immer bewusst sein, dass Informationen an Unmittelbarkeit einbüssen, wenn eine Fremdsprache dazwischen steht. »

Bruno Kaufmann
SRF-Korrespondent

Neben Schwedisch kamen im Laufe der Jahre weitere nordische Sprachen hinzu. Gute Sprachkenntnisse seien unentbehrlich, aber nicht immer möglich, sagt Bruno Kaufmann. Finnisch, Grönländisch und die baltischen Sprachen spricht der Korrespondent nicht. Allerdings sei es in diesen Ländern meist nicht schwer, sich mit Englisch zu verständigen. «Trotzdem muss man sich immer bewusst sein, dass die Informationen an Unmittelbarkeit einbüssen, wenn eine Fremdsprache dazwischen steht», so der Korrespondent.

Demokratie als Herzensangelegenheit

Besonders am Herzen liegen dem studierten Politikwissenschafter die demokratischen Grundrechte. Neben den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Nordeuropa verfolgt Bruno Kaufmann auch die Entwicklungen weltweit für das zehnsprachige Demokratie-Portal der SRG. Auch hier spielen die Sprachkenntnisse für das Verständnis der enormen Unterschiede eine wichtige Rolle.

Schachteln mit Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beeren veredeln in Skandinavien viele Gerichte. Keystone

Beeren, so weit das Auge reicht

Der schwedische Staatsbürger (und stolze Auslandschweizer) mag Beeren am liebsten. Ob goldene Molte, rosa Himbeeren, färbende Heidelbeeren oder sonnengetränkte mittsommerliche Erdbeeren: Der Geschmack der an manchen Stellen noch unberührten Natur Skandinaviens ziert fast jedes Essen. In Nordgrönland oder Spitzbergen isst Bruno Kaufmann gerne ein frisch angerichtetes Walbiff der lokalen Fischer – mit einer Portion Preiselbeeren.