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Radio SRF 1 Casper Selg: «Weg mit diesem Gefühl, jetzt müssen wir arbeiten»

Casper Selg hat das «Echo der Zeit» fast vier Jahrzehnte lang mitgeprägt. Für ihn selber sei die Berichterstattung am 11. September 2001 eine emotionale Erfahrung gewesen. Der langjährige SRF-Journalist blickt zurück.

Legende: Video 70 Jahre «Echo der Zeit» abspielen. Laufzeit 04:42 Minuten.
Aus 10vor10 vom 12.05.2015.
Casper Selg im Radiostudio.
Legende: Journalist mit Herzblut: Casper Selg. SRF

Am 11. September 2001 war Casper Selg soeben in die Schweiz zurückgekehrt. Weil man nach der Schreckensmeldung den damaligen Amerika-Korrespondenten aus technischen Gründen nicht erreichen konnte, berichtete der ehemalige USA-Korrespondent im 30-Minuten-Takt aus dem Studio Bern.

«Ich hatte mehrere Male im Hotel unterhalb der beiden Türme gewohnt», erzählt Casper Selg. «Ich erinnerte mich an Menschen, die dort arbeiteten und fragte mich, was mit ihnen wohl geschehen ist.»

Weg mit diesem Gefühl, jetzt müssen wir erst einmal arbeiten.
Autor: Casper SelgKorrespondent SRF

Als die Flugzeuge in das World Trade Center krachten, habe man gewusst, dass dies eine Riesengeschichte sei, die ganz vieles verändern würde. Die genauen Dimensionen aber kannte man in den ersten Stunden noch nicht. «Es hätte auch 10'000 Opfer geben können», erinnert sich Casper Selg.

Es seien viele Gefühle, die in solchen Momenten auf einen einstürmen würden. Er selber werde in hochemotionalen Momenten ruhig. «In unserem Job dürfen wir uns von Emotionen nicht mitreissen lassen. Wir müssen ruhig bleiben, sachlich bleiben. Das geht bei mir fast automatisch.»

Webspecial

Hier geht es zum Webspecial zu 70 Jahre «Echo der Zeit».

3 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Das ist schon eine Herausforderung für einen Journalisten, in solchen hochemotionalen und tragischen Situationen wie 9/11 einen kühlen Kopf zu bewahren, um seinen Job perfekt über die Runden zu bringen. Alle Achtung vor diesen Leuten, sind auch sie letztendlich Menschen und keine Maschinen.
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  • Kommentar von Samuel Saurer, Thun
    9/11 bleibt leider der bisher schicksalshafteste Tag des 21. Jahrhunderts. Die Ereignisse dieses Tages und dessen Folgen waren der Wegbereiter für noch mehr Krieg im Nahen Osten, Zulauf für den Terror (statt Verringerung), Ausbau des Überwachungsstaats in der westlichen Welt und Beschränkungen der Bürgerrechte ("jeder" ist als potenzieller Terrorist anzusehen). Profitiert haben dadurch leider nicht irgendwelche afghanische Terrorfürsten, sondern nur Rüstungsbetriebe und authoritäre Politiker.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    9/11 einer der wenigen Tagen, wo sich wohl alle, die damals über 15 Jahre alt waren erinnern können, wo sie sich an dem Tag aufgehalten haben. Dieses Ereignis hat vieles verändert, Länder wie Jemen, Irak können ein Lied davon singen.
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