Die Schweiz – ein Land von Bergführern

Melchior Anderegg ist als König der Bergführer in die Geschichte eingegangen. Er war einer der ersten mit Bergführer-Patent.100 Jahre nach seinem Tod sind in der Schweiz 1300 Bergführer registriert. Ein Beruf zwischen Heldentum, Risiko und Gipfelglück.

Die ersten professionellen Bergführer im 19. Jahrhundert hatten keinen guten Ruf. Sie galten als ungehobelt, waren Diener. In der Heldenrolle damals war der zahlende Gast.

Schokolade, Käse und Brot als Proviant

Heute haben sich die Verhältnisse geändert. Der Bergführer ist der angesehene Profi und für den zahlenden Touristen zum Vorbild geworden. 1300 Bergführer sind in der Schweiz registriert. Einer davon ist Roland Frutiger, seit 35 Jahren Bergführer und Leiter der SAC Sektion Oberhasli.

In der Morgensendung von Radio SRF 1 erzählt Roland Frutiger ab 6 Uhr warum er auf seine Touren nur ein Stück Brot, Käse und Schoggi mitnimmt und was die Gründe sind, dass es in der Schweiz erst 11 Bergführerinnen gibt.

Die Blütezeit des Alpinismus

Am 13. September feiern die Alpinisten in Meiringen einen besonderen Tag: 100 Jahre ist es nämlich her, seit «König der Bergführer» Melchior Anderegg verstorben ist. Die Feierlichkeiten sind gleichzeitig die Vernissage der Biographie von Melchior Anderegg – geschrieben von Journalistin und Alpinistin Natascha Knecht.

Im «Treffpunkt» von 10 bis 11 Uhr erzählt sie aus dem Leben Andereggs während der Blütezeit des Alpinismus. Eine Zeit, als unternehmungslustige Engländer mit Hilfe der einheimischen Führer die Schweizer Bergspitzen eroberten.

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