Kann man in den Medien beichten?

Die Beichte von Lance Armstrong ist in aller Munde. Er ist nicht der erste Prominente, der dies öffentlich tut. Beichten in der Öffentlichkeit - geht das?

Hans Zoss, Pfarrer und Seelsorger, ehemaliger langjähriger Direktor der Strafanstalt Thorberg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Medienbeichte ist immer Kalkül» sagt Hans Zoss, ehemaliger Pfarrer, Seelsorger und Gefängnisdirektor. Keystone

Jahrelang hat Lance Armstrong die Vorwürfe vehement abgestritten, nun hat er bei der prominenten Talkmasterin Oprah Winfrey Beichte abgelegt: Der ehemalige Radprofi Lance Armstrong hat die Einnahme von Dopingmitteln während seiner Zeit als Radprofi in aller Öffentlichkeit gestanden.

Armstrong ist nicht der erste Prominente, der in der Öffentlichkeit Beichte ablegt: Bill Clinton gab sein Verhältnis mit Monica Lewinsky schliesslich öffentlich zu, Whitney Houston machte reinen Tisch bezüglich ihrer Drogensucht, Hugh Grant sprach über seine Verhaftung wegen unzüchtigen Verhaltens, als er mit einer Prostituierten erwischt wurde. Sie alle legten eine Medienbeichte ab.

Hat dies noch mit der Beichte im eigentlichen Sinn zu tun? Darüber sprach SRF 1-Moderator Stefan Siegenthaler mit Hans Zoss - Lügen und Geständnisse gehörten lange Jahre zum Berufsalltag des ehemaligen Pfarrers, Seelsorgers und Direktors der Strafanstalt Thorberg.

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