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Aus Forum vom 13.02.2020.
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Müssten sie teurer sein? Erdbeeren und Rosen im Winter

Blumen für die Liebe – schön, aber schädlich. 12 holländische Rosen verursachen in etwa gleich viel CO2 wie 50km Autofahrt oder ein Kilogramm Rindfleisch. Sollen Käufer von klimaschädlichen Produkten tiefer in die Tasche greifen müssen?

CO2-Zuschlag für besonders klimaschädliche Produkte - ja oder nein?

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Klimazölle bald auch in der Schweiz?
Aus Tagesschau vom 07.01.2020.
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Wer fliegt, schadet der Umwelt – das ist inzwischen vielen bewusst. Doch nicht nur Flugreisen sorgen für CO2-Emissionen. Am Valentinstag, 14. Februar, gehen allein in der Schweiz schätzungsweise über vier Millionen Rosen über die Ladentische. Sie kommen tausende von Kilometer per Flugzeug aus Kenia oder Ecuador oder aus geheizten Treibhäusern in Holland.

12 holländische Rosen = 50 Kilometer Autofahrt

Viele Verliebte sind sich kaum bewusst, dass 12 holländische Rosen gleich viel CO2 verursachen wie 50km Autofahrt. Die Treibhausgasemissionen pro Rosenstrauss liegen gemäss der Stiftung Myclimate zwischen vier Kilogramm CO2 aus Kenia und 23 kg aus Holland. Im Vergleich: Ein Flug nach Berlin verursacht 167 kg CO2, ein Kilo Rindfleisch 20 kg CO2.

Bei den Blumen braucht es eine bessere Deklaration zu Produktionsmethode und Herkunft. Dem wird sich unsere Branche nicht entziehen können.
Autor: Urs MeierGeschäftsleiter Schweizer Floristenverband

Jährlich importiert die Schweiz bis zu 20'000 Tonnen Schnittblumen, pro Kopf gerechnet sind wir Weltmeister im Blumenimport. Das bleibt nicht ohne ökologische Folgen – wie CO2-Ausstoss, Wasserverbrauch oder Pestizide. Doch auch andere landwirtschaftlichen Produkte stehen im Gegenwind: Schweizer Klimaschützer fordern deshalb höhere Preise für besonders klimaschädliche Produkte – wie zum Beispiel für Erdbeeren aus Israel, Spargeln aus Peru oder Fleisch und Milch aus Massentierhaltung.

Klimaschützer fordern Kostenwahrheit

Konkret fordern Schweizer Klimaschutzorganisationen wie Greenpeace oder Myclimate vom Bund eine Treibhausgasabgabe auf landwirtschaftliche Produkte.

Es braucht dringend Kostenwahrheit bei klimaschädlichen Produkten. Eine Lenkungsabgabe auf Treibhausgasemissionen ist längst fällig.
Autor: Georg KlinglerLeiter Klima bei Greenpeace Schweiz und Landwirt

Ebenfalls wünschenswert wäre für Klimaschützer eine Deklarationspflicht oder gar eine Klima-Ampel auf Lebensmitteln: Besonders klimaschädliche Produkte sollten im Laden gut erkennbar angeschrieben sein.

Erdbeeren oder Rosen im Winter – das liegt in der Verantwortung der Konsumenten. Jeder muss selber entscheiden, wann er was kaufen will.
Autor: Rudolf MinschChefökonom Economiesuisse

Gegner aus dem liberalen Lager wehren sich gegen Klima-Zuschläge und -Zölle. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse appelliert an die Eigenverantwortung der Konsumenten. Für jedes Produkt genau zu errechnen, wie viel CO2 es verursache, sei zudem «praktisch unmöglich», so Economiesuisse.

Gäste im «Forum»

  • Rudolf Minsch, Chefökonom Economiesuisse
  • Georg Klingler, Leiter Klima bei Greenpeace Schweiz und Landwirt
  • Urs Meier, Geschäftsleiter Schweizer Floristenverband

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Logischerweise, müssten alle Grundnahrungsmittel (LW) und Produkte, welche mit chemisch-pharmazeutischen Giftstoffen behandelt wurden, VERBOTEN werden, da diese der menschlichen Gesundheit Schäden zufügen! "Es ist die SUMME aller Gifte, welche NAtur - Tier und damit den Menschen gesundheitlich schädigen, vergiften, zerstören! Beispiele dafür, die enorme Zunahme von Krankheiten (KREBS und Co), Allergien, Immunsystem-Schädigungen....Verantwortungsbewusste Schweizer "Wirtschafts- AGRAR-Politik!
  • Kommentar von Stefan Isler  (Stefan Isler)
    Als Produzent von CO2 neutralen Tulpen und anderen saisonalen Blumen(Wir heizen seit 2005 mit Holzschnitzeln) haben wir die Erfahrung gemacht dass wir auch am Valentinstag nicht alle unsere Tulpen verkaufen können.
    Die Mehrheit kauft am Valentinstag rote Rosen egal wie teuer,Co2 neutral ist nur für wenige Leute das ausschlaggebende Argument.
    Das würde eine neue Steuer auch nicht ändern.
    Die Einkäufer müssten umdenken, und den Valentinstag entsprechend bewerben
  • Kommentar von Walter Furter  (Walter Furter)
    Mit einer CO2 Steuer auf Rosen und Erdbeeren wäre es nur fair, auch auf allen Schweizer Exporten eine solche Steuer zu erheben und uns damit einen Wettbewerbsnachteil zuzufügen. Dies zeigt wie absurd die Steuer-Diskussion ist. Die wenigsten von uns wünschen sich ins vorindustrielle Zeitalter zurückversetzt. Deshalb sollten wir mit unserem Reichtum und Wissen die schnelle Entwicklung und Volumenproduktion von klimaneutralen Kraftstoffen für alle Verkehrsmittel (Luft, Land, Wasser) unterstützen.