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Susanne Brunner auf einem Markt im Nahen Osten.
Legende: SRF
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Radio SRF 1 Susanne Brunner: Unsere Frau im Nahen Osten

Susanne Brunner berichtet seit 2018 als SRF-Korrespondentin aus dem Nahen Osten. Mit Sitz in Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Dort fühlt sie sich gut aufgenommen. Die Region ist so gastfreundlich wie sie konfliktreich ist.

Susanne Brunner war schon einmal Korrespondentin. Von 2000 bis 2005 in den USA. Nach den Anschlägen von 9/11 war US-Politik immer auch Nahost-Politik. Seit 2018 sieht sie die Ereignisse von damals und deren Folgen aus einer anderen Perspektive. Doch Konflikte und Terror sind bei weitem nicht alles, worüber die Journalistin, die seit mehr als dreissig Jahren für Radio SRF arbeitet, berichtet.

Susanne Brunner sitzt neben einem Mann in einem Park.
Legende: SRF

Eine Strassenumfrage in Jordanien kann locker einen ganzen Tag dauern. Ein Interview gibt hier niemand in ein paar Minuten. Denn: die Menschen erzählen gerne, fragen die Interviewerin auch gerne aus, und das alles am liebsten bei Tee oder Kaffee. Zeit hat eine andere Bedeutung, als sich das eine Schweizerin gewohnt ist. Erste Begegnungen haben dafür auch eine andere Tiefe. Sich darauf einzulassen, ist eine Bereicherung.

Trotzdem ist Nahost-Korrespondentin zu sein natürlich nicht stress-frei. Die Bürokratie, das lange Warten auf ein Visum für eine Reise, die man doch eigentlich viel schneller machen wollte. Die verschiedenen Dialekte. Friedliche Situationen, die in wenigen Sekunden wie aus dem Nichts gefährlich werden. Und in denen einem Menschen sofort helfen. Vor allem die Frauen. Die solche Situationen immer wieder erleben. Die Geschichten sind manchmal schwer auszuhalten. Und gerade, wenn man verzweifeln will, wird gekocht, gegessen, Musik gehört, getanzt. Ein Wechselbad der Gefühle und der Geschichten. Kein Tag wie der andere. Was gibt es Spannenderes für eine Journalistin?