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Schweizer Reden des 20. Jahrhunderts
Aus Tagesschau vom 06.03.2014.
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Radio SRF 1 Reden, die Geschichte schrieben

Radio SRF 1 präsentiert zehn historische Reden der Schweiz im 20. Jahrhundert. Sie greifen allesamt Auseinandersetzungen auf, die für das Land von Bedeutung waren. Zu Wort kommen Politikerinnen und Politiker, Frauenrechtlerinnen, Unternehmer, Musiker und Schriftsteller.

Reden geben den Zeitgeist wieder, markieren historische Wendepunkte und sind oft eindrucksvolle Zeugnisse der Vergangenheit. Sie bringen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte zum Ausdruck, welche ihre Zeit geprägt haben. Reden bilden damit einen Königsweg, um die Vergangenheit zu erleben.

In «Reden, die Geschichte schrieben» kommen Schriftsteller, Politiker, Bundesräte, Frauenrechtlerinnen, Liedermacher und Unternehmer zu Wort. Sie haben mit ihren Reden zum Widerstand aufgerufen, Debatten ausgelöst, Solidarität bezeugt. Sie haben aktiv Position bezogen und polarisiert, bis in die neuste Zeit.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Carl Spitteler
    05:36 min, aus Audio SRF 1 vom 11.03.2014.
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    «Vor allem müssen wir uns klar machen, was wir wollen.»

    Während des Ersten Weltkriegs ist die neutrale Schweiz im Innern zerstritten. Die Romandie hält mehrheitlich zu Frankreich, die Deutschschweiz zum Deutschen Reich. Der Schriftsteller Carl Spitteler ruft 1914 in Zürich zum inneren Zusammenhalt auf.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Robert Grimm
    05:29 min, aus Audio SRF 1 vom 11.03.2014.
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    «Wir haben nichts zu verlieren, aber eine Welt zu gewinnen.»

    Im Herbst 1918 bricht der Generalstreik aus. Die Schweiz steht vor dem Bürgerkrieg. Streikführer und Nationalrat Robert Grimm fordert im eidgenössischen Parlament soziale Reformen und mehr politische Mitbestimmung und für die Arbeiterschaft.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Pilet-Golaz
    06:42 min, aus Audio SRF 1 vom 11.03.2014.
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    «Der Zeitpunkt der inneren Wiedergeburt ist gekommen.»

    Nach Hitlers Sieg über Frankreich 1940 steht die Schweiz unter Schock. Bundespräsident Marcel Pilet-Golaz hält eine Radiorede. Er ruft nicht zum Widerstand auf. Man müsse sich an die neuen Gegebenheiten anpassen, sagt er. Die Verwirrung ist perfekt.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Eduard von Steiger
    06:43 min, aus Audio SRF 1 vom 11.03.2014.
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    «Ein schon stark besetztes kleines Rettungsboot»

    Im Sommer 1942 schliesst der Bundesrat für jüdische Flüchtlinge die Grenzen. Zur Rechtfertigung dieser fragwürdigen Politik vergleicht Justizminister Eduard von Steiger die Schweiz mit einem Rettungsboot, das bereits gefüllt sei.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Hans Peter Tschudi
    06:38 min, aus Audio SRF 1 vom 13.03.2014.
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    «Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor diesen Helden der Arbeit.»

    Während des Baus des Mattmark-Staudamms im Kanton Wallis bricht im August 1965 der Allalin-Gletschers ab und verschüttet 88 vorwiegend italienische Bauarbeiter. Bundespräsident Hans Peter Tschudi sucht in seiner Trauerrede Worte für das Unfassbare.

Das Buch «Reden, die Geschichte schrieben» erzählt die Geschichten hinter den Reden und bringt diese in ihren Originalfassungen.

Das Buch ist im SRF Shop erhältlich. Unter den Teilnehmern des Quiz «Wer hat das gesagt?» verlost Radio SRF 1 zudem zehn Exemplare.

Der Autor Felix Münger, arbeitet als Journalist bei Schweizer Radio SRF 1. Er hat Geschichte und russische Literatur an der Universität Zürich studiert.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Emilie Lieberherr
    06:30 min, aus Audio SRF 1 vom 13.03.2014.
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    «Wir stehen hier nicht als Bittende, sondern als Fordernde.»

    Seit dem 19. Jahrhundert führen die Schweizer Frauen einen vergeblichen Kampf um die politische Gleichberechtigung. 1969 richtet die Frauenrechtlerin Emilie Lieberherr an einer Grossdemonstration in Bern einen furchtlosen Appell an das Patriarchat.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Aernschd Born
    06:27 min, aus Audio SRF 1 vom 13.03.2014.
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    «Mir hän der Atomdrägg, die der Gwünn.»

    Im Frühling 1975 besetzen Aktivisten im aargauischen Kaiseraugst das Baugelände, wo ein neues Kernkraftwerk geplant ist. Unter ihnen ist auch der Liedermacher Aernschd Born. In seiner «Ballade vo Kaiseraugscht» schildert er seine Sicht des Geschehens.

  • Audio
    Beitrag und Einschätzung: Elisabeth Kopp
    06:19 min, aus Audio SRF 1 vom 13.03.2014.
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    «Mich trifft weder rechtlich noch moralisch irgendeine Schuld.»

    1988 muss die erste Schweizer Bundesrätin Elisabeth Kopp zurücktreten. Sie steht unter Verdacht, das Amtsgeheimnis verletzt zu haben. In ihrer Rücktrittsrede weist sie jede Schuld von sich, was sie politisch gänzlich erledigt.

  • Audio
    Dürrenmatt Beitrag und Einschätzung.
    06:42 min, aus Audio SRF 1 vom 14.03.2014.
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    «Das Gefängnis Schweiz»

    Friedrich Dürrenmatt hält 1990 die Laudatio, als der tschechoslowakische Staatspräsidenten Václav Havel im zürcherischen Rüschlikon den Gottlieb-Duttweiler-Preis erhält. Dürrenmatt bezeichnet die Schweiz provokativ als Gefängnis – und löst damit einen Skandal aus.

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    Blocher: Beitrag und Einschätzung.
    07:08 min, aus Audio SRF 1 vom 14.03.2014.
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    «‘Nein‘ heisst die Parole – klipp und klar!»

    1992 steht der Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zur Debatte. Im Januar portiert sich Christoph Blocher während der traditionellen Albisgüetlitagung der SVP Zürich mit einer streitbaren Rede als Anführer des Nein-Lagers.

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