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Radio SRF 1 Schauspieler Andrea Zogg: «Das Böse fasziniert uns Menschen»

Man kennt ihn aus zahlreichen Tatort-Filmen, dem Musical «Die Schweizermacher» oder dem Kinofilm «Sennentuntschi»: Andrea Zogg. Nun tritt der bekannte Bündner Schauspieler als Bösewicht Jonas Lauretz im Landschaftstheater Ballenberg auf.

Vom 9. Juli bis 23. August bringt das Landschaftstheater Ballenberg unter der Regie von Reto Lang John Knittels «Via Mala» zur Aufführung. Neben 32 Laienschauspielern stehen auch zwei Profis auf der Bühne: Andrea Zogg und Oliver Daume.

Zogg spielt den Bösewicht Jonas Lauretz. Der Alkoholkranke betreibt in den 1930er Jahren in der Nähe der bekannten Bündner Passstrasse Via Mala mit seiner Familie eine Sägemühle. Er misshandelt seine Frau und vergreift sich an seiner Tochter Hanna. Seinen Sohn Niklaus hat er zum Krüppel geschlagen.

Nur seine jüngste Tochter Silvie liebt Jonas Lauretz über alles. Aber genau deren junge Liebe zum Hauptmann Andreas von Reichenau, gespielt von Oliver Daume, droht an den Launen des Vaters zu scheitern.

Andrea Zogg über sich selbst und seine Rollen

Andrea Zogg ist auf der Kinoleinwand genauso präsent wie im Fernsehen oder auf der Theater- und Musicalbühne: Unter anderem spielte er in Xavier Kollers Film «Reise der Hoffnung» mit. Dieser bescherte Koller 1991 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Legende: Video Reif für den Filmpreis abspielen. Laufzeit 08:43 Minuten.
Aus Kulturplatz vom 09.03.2011.

In «Sennentuntschi» mimte der Bündner 2010 den wilden Obersenn. Für seine Rolle wurde er für den Schweizer Filmpreis 2011 als bester Darsteller nominiert, der dann allerdings an Scherwin Amini ging.

Im «Kulturplatz» sprach Zogg 2011 im Vorfeld der Preisverleihung über sich selbst, das Schauspielern und die Blütezeit nach 50. Ob er die Dinge auch heute noch so sieht wie vor ein paar Jahren, erfahren Sie am Montag zwischen 6 und 8 Uhr auf Radio SRF 1.

Hörfilm: Sennentuntschi

Auf den Spuren von John Knittel

Der Schweizer Schriftsteller John Knittel (1891-1970) schrieb im Laufe seines Lebens mehrere Romane und Theaterstücke in englischer Sprache. Mit seinen Schriften erreichte er zu seiner Zeit ein Millionenpublikum. «Via Mala» erschien 1934. Den Stoff für den Roman fand er im spannungsbeladenen Umfeld der Familie seiner Frau Frances White Mac Bridger.