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24. April 2020 Lee Miller – Fotografin zwischen Krieg und Glamour / abgesagt

Im Museum für Gestaltung Zürich bieten wir Ihnen einen speziellen Primeur in der neuen Sonderausstellung «Lee Miller – Fotografin zwischen Krieg und Glamour». Nur einen Tag nach der Vernissage sind Sie zu Gast im Museum für Gestaltung Zürich im Toni-Areal – ausserhalb der normalen Öffnungszeiten.

Die Kuratorin Karin Gimmi wird Sie durch die Ausstellung führen und Ihnen die faszinierende Fotografin und Künstlerin Lee Miller, ihr Werk und ihr bewegtes Leben näherbringen. Ein Apéro riche rundet den kulturellen Leckerbissen ab.

Schwarz-weiss-Aufnahme von zwei Frauen in Feurschutzmasken.
Legende: Eine der bekanntesten Fotografien Lee Millers zeigt zwei Frauen in Feurschutzmasken. Das Werk entstand 1941 in London. Lee Miller Archives

Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal in der Schweiz das umfangreiche Lebenswerk der amerikanischen Fotografin und Fotojournalistin Elizabeth «Lee» Miller (1907-1977). 250 Originalwerke – die zu den wichtigen Fotoarbeiten des 20. Jahrhunderts zählen – sind in Zürich zu sehen.

Der Streifzug im Überblick

Freitag, 24. April 2020

  • Pauschalpreis pro Person: CHF 109.–
  • Anmeldeschluss: 20. März 2020
  • Mindest-/Maximalbeteiligung: 16/20 Pers.

Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir leider den Streifzug an die Sonderausstellung zu Lee Miller absagen.

Ein Leben für die Fotografie

Elizabeth Miller wird 1907 in New York geboren; ihr Vater macht sie mit der Fotografie vertraut. 1926 schreibt sie sich an einer New Yorker Kunstschule ein, um Bühnenbild und Beleuchtung zu studieren. Im selben Jahr entgeht sie nur sehr knapp einem Autounfall in Manhattan; im letzten Moment rettet ein Passant ihr das Leben. Es ist zufälligerweise Condé Nast, der Verleger der Zeitschriften Vanity Fair und Vogue. Er ist fasziniert von Millers aparter Erscheinung und ihrer eleganten Kleidung und bietet ihr spontan einen Vertrag als Fotomodell an. Später lernt sie in Paris Picasso und die Surrealisten kennen und wird Man Rays Schülerin, Muse und Modell. Jahre später trennt sie sich von Man Ray und eröffnet in New York ein eigenes Fotostudio. Sie ist eine herausragende Fotografin und eine starke, moderne Frau. Ihr Drang nach Selbstbestimmung ist selbst nach heutigen Massstäben aussergewöhnlich. 1937 begegnet sie bei einer Reise nach Paris dem surrealistischen Künstler Roland Penrose, der später ihr Ehemann wird.

Kriegsberichterstatterin

Mitte des Zweiten Weltkriegs akkreditiert sie sich als Kriegskorrespondentin für Vogue und ist eine der wenigen Frauen, die als Kriegsberichterstatterinnen eingesetzt wird. Weder privat noch professionell hält sich Miller mit Konventionen auf und geht als Porträtfotografin und Kriegsreporterin ihren ganz eigenen Weg. Zusammen mit dem Time Life-Fotografen David E. Scherman fotografiert sie die Kriegsaktivitäten in Europa, hält beispielsweise einen der ersten Einsätze von Bomben in der Schlacht um Saint-Malo fest und dokumentiert die Befreiung von Paris. Unvergessen sind ihre Aufnahmen befreiter Konzentrationslager, die den Horror und Wahnsinn des Krieges mit «surrealistischem Blick» dokumentieren. 1947 heiratet sie den Kunstsammler Roland Penrose, zieht sich in England aufs Land zurück und wird Mutter. Die Schrecken der Kriegserfahrungen gehen nicht spurlos an ihr vorbei; 1977 erliegt sie einem Krebsleiden.

Nachlass bekannt dank Sohn Antony Penrose

Dass Lee Millers Arbeiten heute noch bekannt sind, verdankt sie ihrem Sohn Antony Penrose, der ihren Nachlass verwaltet. Antony sagte einmal über seine Mutter, sie habe viele verschiedene Leben gelebt, vieles sei ihm selbst geheimnisvoll geblieben, weil sie es geschickt verstand, sich – selbst von der eigenen Familie – zu ihrem Selbstschutz abzuschotten.

Die Kuratorin Karin Gimmi wird für den kulturclub.ch in kleinem Rahmen eine Führung durch die faszinierende Ausstellung machen.

Programm

  • Individuelle An- und Rückreise ins Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich
  • 16.50 Uhr
    Begrüssung am blauen Treffpunkt vor dem Museumseingang durch Karin Gimmi, Kuratorin der Ausstellung
  • 17.00 Uhr
    Primeur-Führung exklusiv für die Mitglieder des kulturclub.ch
    (einen Tag nach der Ausstellungs-Vernissage und ausserhalb der normalen Museumsöffnungszeiten)
  • 18.00 Uhr
    Individuelle Besichtigung der Ausstellung
  • 18.30 Uhr
    Apéro
  • 19.30 Uhr
    Ende der Veranstaltung und individuelle Rückreise
  • Konzipiert und begleitet wird der Ausstellungsbesuch von Susann Bosshard-Kälin vom Schweizer Museumspass, Link öffnet in einem neuen Fenster.

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