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SRF Kulturclub Aug in Aug mit Franz Gertsch

Franz Gertsch, einer der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart, führt exklusiv durch sein Museum in Burgdorf und erzählt von seinem reichen malerischen und graphischen Schaffen

Franz Gertsch vor seinen Bildern.
Legende: Im Gespräch mit dem Schweizer Maler und Grafiker Franz Gertsch. ZVG

Der 1930 in Mörigen geborene Franz Gertsch hat seit 14 Jahren sein eigenes Museum; auf dem Areal einer ehemaligen Käserei liess der Burgdorfer Industrielle Willy Michel – beeindruckt vom Schaffen Gertschs – für das Werk des Künstlers ein Museum errichten.

Das Prinzip Realität ist nicht nur eine malerische, sondern auch eine konzeptionelle Herausforderung für Franz Gertsch. Seit 1969 bezieht er sich in seinen Arbeiten konsequent auf die fotografische Vorlage. Die Referenz auf das bereits vorhandene, technisch entstandene Bild eröffnete ihm als Maler und später als Holzschneider einen unerschöpflichen gestalterischen Freiraum. Waren es anfänglich noch aus der Presse übernommene Aufnahmen, ging er schon bald dazu über, seine Fotografien selbst zu fertigen. Von gross auf die Wand projizierten Dias ausgehend, eröffnete Gertsch nun sein Werk in monumentalen Formaten.

Das erregte Aufsehen! Mit seiner Teilnahme an der documenta 5 im Jahre 1972 in Kassel erreichte Gertsch seinen internationalen Durchbruch. «Im Herbst 1968 malte ich meine ersten naturalistischen Bilder nach Fotografien. Ich hatte begriffen, dass die Realität heute nur noch mit dem Fotoapparat festgehalten werden kann: denn der Mensch hat sich daran gewöhnt, die Fotowirklichkeit als Maximum an Wirklichkeitswiedergabe zu betrachten.»
Seine Bilder, für die er anders als die amerikanischen Fotorealisten wieder den Pinsel benutzt, folgen, trotz Fotovorlagen, einer eigenen, innerbildlichen Logik, die auf absolute Stimmigkeit aller Elemente zielt.

Das Werk von Franz Gertsch beinhaltet gleichzeitig ein großes Stück europäischer Maltradition – Jan van Eyck, Albrecht Dürer und Leonardo da Vinci bis hin zu Caspar David Friedrich. Das Holzschnittwerk von Gertsch steht völlig eigenständig neben seinem malerischen Werk. In einer bisher unbekannten Präzision der Ausführung und in Monumentalformaten, die an die Grenzen des Machbaren bei der Papierherstellung stoßen, hat Gertsch diesem traditionellen Medium neue Dimensionen erschlossen.

Aug in Aug und im Dialog mit einem der Grossen der kontemporären Kunst – ein Kulturevent ausschliesslich für Kulturclub-Mitglieder. Abgerundet wird der einzigartige Museumsbesuch mit einem Emmentaler Zvieri im artcafé.

Kosten pro Person: CHF 95.-
Mindest-/Maximalbeteiligung: 18/60 Personen

Konzeption und Begleitung: Susann Bosshard-Kälin, Schweizer Museumspass

Programm:

Individuelle An- und Abreise
13.45 Uhr Treffpunkt im Museum Gertsch, Burgdorf
14.00 Uhr «Im Dialog mit Franz Gertsch»
16.00 Uhr «Emmentaler Zvieri» im artcafé des Museums
16.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Eine Anmeldung ist obligatorisch. Anmeldeschluss: 31. August 2016.
Die Ausschreibung erfolgt in der August-Ausgabe des kulturclub.ch.

Streifzug Museum Franz Gertsch

Aug in Aug mit Franz Gertsch

Donnerstag, 15. September 2016
Preis pro Person: CHF 95.00
Anmeldeschluss: 31. August 2016
Mindest-/Maximalbeteiligung: 18/60 Personen