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Ein Mann (roman Signer) mit einem Fahrradrad in einem runden Raum.
Legende: Roman Signer, Runder Raum, Atelier St. Gallen, 2018. Aleksandra Signer
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SRF Kulturclub Streifzug in Zug: Begegnung mit Roman Signer

Wo ein Rasenmäher ist, aber kein Rasen, da kann Roman Signer nicht weit sein! Und Sie, als Mitglieder des SRF Kulturclubs, kommen zu einer einzigartigen Begegnung mit dem bekannten Schweizer Künstler und seinem Werk im Kunsthaus Zug.

Die wohl umfassendste Signer-Sammlung

Roman Signer ist bis zum 15. September 2019 in den Räumen des Kunsthaus Zug und darüber hinaus eine grosse Einzelausstellung – die zweite nach jener im Jahre 2009 – gewidmet. Es ist dies ein weiterer Schritt in einer langjährigen Zusammenarbeit. Mit grosszügigen Schenkungen des Ehepaars Christine und Peter Kamm-Kyburz und des Künstlers selbst darf das Kunsthaus Zug die wohl umfassendste Signer-Sammlung zu seinen Schätzen zählen. Die Ausstellung ist Teil des «Projekts Sammlung», mit dem das Kunsthaus Zug langjährige Zusammenarbeiten mit internationalen Künstlern anstrebt, fernab monetärer Anreize. Die «Seesicht», Signers architektonische Skulptur an prominenter Lage am Zuger Seebecken, ist gar zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden.

Der Streifzug im Überblick

Freitag, 2. August 2019

Preis pro Person: CHF 119.-

Mindest-/Maximalbeteiligung: 25/40 Personen

Anmeldeschluss:
26. Juli 2019

Hier geht es zur Online-Anmeldung für den Streifzug

Signers Skulpturen sind seine Worte

Wenn im Sommer der Rasenmäher seine Bahnen zieht im Museum, und ein Glöcklein darauf warten wird, von ihm getroffen und angestossen zu werden, dann ist es vielleicht in der spielerischen, nie aber plakativen Manier Signers das letzte Glöcklein, das da läutet. Vielleicht ist es auch eins, das wachklingeln soll. Erst die Betrachtenden machen aus dem Rasenmäher Kunst. Signers Werke kommen immer etwas unterbestimmt daher. Sie erklären sich gerade so weit, dass es unsere Fantasie anzuregen vermag.

Eine Drohne auf einem Gymnastikball auf einem Fass auf einer Wiese.
Legende: Roman Signer, Gymnastikball, 2018. Roman Signer

Seine Skulpturen sind seine Worte, wie er sagt: Ein Fass, ein Stiefel, ein Quadrokopter und ein Kajak. In immer neuen Kombinationen entwickelt er prozesshaft Bausätze weiter zu neuen Werken. Aus den Worten werden immer neue Sätze. Damit diese funktionieren, braucht es bisweilen Wasser, Wind, Feuer oder Sand; immer braucht es die Gedankenwelt der Betrachtenden, die den Blick des Künstlers auf das Absurde am menschlichen Dasein freilegt.

Roman Signer

Roman Signer

Künstler

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Roman Signer, Bildhauer und Aktionskünstler von Weltrang, wurde 1938 in Appenzell geboren und lebt seit den 1970er-Jahren in St. Gallen. Berühmt wurde Signer mit spektakulären Sprengungen. Bis heute sind seine Arbeiten meist genau geplante Transformationen. Dafür arbeitet Signer oft mit Sand, Wasser, Wind und alltäglichen Gegenständen und dokumentiert die Prozesse der Veränderung mit Videoaufnahmen.

Neugierig und humorvoll

Der Appenzeller Roman Signer ist mittlerweile über 80 Jahre jung. Seine Vielfältigkeit rührt womöglich aus seiner Neugierde schon während seiner Ausbildungen. Nicht allein das Künstlerische, auch Technisches faszinierte ihn. Mit einer Lehre als Hochbauzeichner begann alles. Heute gehört der Bildhauer, Zeichner, Konzeptionskünstler und Filmer zu den bedeutendsten europäischen Gegenwartskünstlern, der auf der Kasseler Documenta ebenso präsent war, wie auf der Biennale in Venedig. Das hat sein internationales Renommee schlussendlich begründet

Doch auch in- und ausländischen Galerien widmeten ihm immer wieder zahlreiche Ausstellungen. Nicht nur machen wollte er, Weitergeben: auch das gehörte zu Roman Signers Credo. Über 20 Jahre lehrte er an der Luzerner Schule für Gestaltung dem Nachwuchs, was es heisst, Kunst zu machen. Und seine Kunst hielt sich – früher zumindest – nicht still zurück, sondern sie «zischt, plätschert, tropft und summt», ist präsent und jagt schon mal die Tränen in die Augen. Vor Lachen. Humor ist schliesslich die beste Quelle allen Tuns und Schaffens.

Ein Mann (roman Signer) mit einem Fahrradrad in einem runden Raum.
Legende: Roman Signer, Runder Raum, Atelier St. Gallen, 2018. Aleksandra Signer

Zu sehen sind in Zug neue, in der Schweiz nie präsentierte Arbeiten. Und es sind eher die stillen Aspekte im Schaffen, die gezeigt werden wollen. Wer den Sprengstoff-Signer mag, wird in neuen Arbeiten seinen Humor wiederfinden, selbst wenn der leise daherkommt. Das Spektakel nämlich ist nur ein Aspekt, der konzeptionelle Überbau ist ein weiterer. Hinzu kommt eine zarte Poesie, die an die Grundfeste des Menschseins rührt.

Programm

  • Individuelle An- und Rückreise
  • 14.00 Uhr
    Begrüssung im Kunsthaus Zug Spezial-Führung mit Dr. Matthias Haldemann, Direktor und Kurator der Ausstellung und ein Gespräch mit dem Schweizer Künstler Roman Signer
  • Anschliessend: Kaffee/Tee und Kuchen in der Kunsthaus-Bar
  • 16.30 Uhr
    Ende der Veranstaltung