Streifzug zu Wagner ins SUD Basel am 12. Mai 2013

Richard Wagners «Ring des Nibelungen», drei abendfüllende Musikdramen, hinterliess bei den Premierengästen in Bayreuth 1876 den «Eindruck des Übermenschlichen, Überirdischen» (Nietzsche). Der SRF Kulturclub zückt das Nibelungenschwert, um das Dickicht des «Ring»-Kosmos für das Publikum zu lichten.

Richard Wagner auf einem Aquarell. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Richard Wagner 1853, als er mit der Komposition des Rings begann (Aquarell von Clementine Stockar-Escher). Wikipedia/JosefLehmkuhl

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Streifzug im Überblick

Sonntag, 12. Mai 2013
18.00 bis 20.00 Uhr

Für Mitglieder des SRF Kulturclubs haben wir eine beschränkte Anzahl Plätze reserviert. Der Eintritt ist frei.

Ticketreservation über die Telefonnummer 061 365 34 11

Nibelungenzwerg Alberich entlockt den Rheintöchtern einen Goldschatz, einen Ring, der unermessliche Macht verleiht. Das klingt schöner, als es ist. Denn Machtträger sind gefährdet. Schnell wechselt der Ring die Besitzer. Nach Alberich sind das der Göttervater Wotan und der Riese Fafner, der sich in einen Drachen verwandelt. Siegfried, halb Held, halb Tölpel, entreisst Fafner den Ring, stürmt damit zu Brünnhilde und verliert ihn im Liebestaumel an sie. Durch eine List gewinnen die Gibichungen den Ring. Siegfried wird ermordet. Brünnhilde lässt sich von den Rheintöchtern über die Gefahren des Rings aufklären, worauf sie das fatale Schmuckstück dem Rhein zurückgibt.

«Vollendet in Wahnfried, ich sage nichts weiter!!» schrieb Richard Wagner unter die Partitur. Seitdem ist das grosse Reden losgegangen. Ist der «Ring» Revolutionsdrama oder Ausdruck des Pessimismus von Schopenhauer? Ist er Gesamtkunstwerk oder zeitlose Parabel?

Dem nachzugehen, ist Ziel der «Ringvorlesung» im SUD der ehemaligen Brauerei Warteck in Basel. Dabei kommen verschiedene Sichtweisen zum Tragen. Der Wagner-Experte Stefan Mickisch ist mit seinen vergnüglich-klugen Einführungen am Klavier zu hören. Und Silke Leopold von der Universität Heidelberg, die nach eigenen Worten «keine Wagnerianerin» ist. Als Expertin auf dem Gebiet der Oper kommentiert sie abwechselnd mit Stefan Mickisch die Beispiele am Klavier. Die beiden diskutieren die Bedeutung der verschiedenen Figuren und philosophische Einflüsse von Richard Wagners «Ring des Nibelungen».

Mit Benjamin Herzog, Musikredaktor Radio SRF 2 Kultur.

Sonntag, 12. Mai 2013, von 18.00−20.00 Uhr

Veranstaltung im SUD am Burgweg 7 in Basel: «Ringvorlesung» mit Silke Leopold und Stefan Mickisch, moderiert von Benjamin Herzog.
21.00 Uhr: aufgezeichnete Radiosendung auf SRF 2 Kultur