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Legende: Audio STORY: «Ich erhoffe mir, auf dem Land zur Ruhe zu kommen» abspielen. Laufzeit 19:09 Minuten.
Aus Input vom 10.04.2019.
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Input Von der Stadt aufs Land ziehen – Traum oder Albtraum?

Obwohl die meisten Menschen in der Schweiz Mieterinnen und Mieter sind und in städtischem Gebiet leben, träumen viele von einem Häuschen im Grünen. Die Lust aufs Landleben ist ungebrochen.

Familie Müller erfüllt sich einen lang gehegten Traum: Sie zieht von der Stadt aufs Land. Sie erhoffen sich weniger Stress, mehr Platz und Ruhe.

Werden sich die Erwartungen erfüllen? Dieser Frage beschäftigt uns in der aktuellen Ausgabe der Hintergrundsendung «Input».

Erfahrung Landleben

SRF 3-Hörerinnen und Hörer haben sich bei uns gemeldet und von ihren Erfahrungen mit dem Landleben erzählt. Für einige ist klar:

Das haben wir uns irgendwie anders vorgestellt. Ex-Städterin Flavia Junker zum Beispiel wird mit dem Leben in der ländlichen Idylle irgendwie nicht so richtig warm.

Die Anfahrtswege sind umständlicher, meine Familie und Freunde sind gefühlte 1000 Kilometer weit weg. Hinzu kommen die Dinge wie «Jeder kennt jeden!» und «Das kann man doch nicht machen!»
Autor: Flavia Junker (29)Ex-Städterin in Entlebuch LU

Ähnlich geht es Daniel Roth, der sich ebenfalls an die längeren Wege gewöhnen muss.

Schwierig war vor allem, dass von meinen Freunden irgendwie niemand wirklich Verständnis für meine Sehnsucht nach der Stadt aufbringen konnte.
Autor: Marc Schmid (34)Ex-Städter in Oppligen (BE)

Barbara Sommer und Guido Häller stellten sich das Landleben lauschig vor – doch sie wurden enttäuscht. Einerseits nervte es die beiden, dass sie gleich zwei Autos brauchten. Und sie merkten schnell, dass es auch auf dem Land Lärm und Gefahren gibt.

Das, was man sich als schmale Spazierwege durch die schöne Landschaft vorstellt, sind dann die Strassen, wo die Einheimischen mit 80 km/h drüber brettern.
Autor: Barbara Sommer (48)Ex-Dörflerin in Luzern

Die beiden leben heute mit ihren drei Kindern wieder in der Stadt. Ganz anders erging es dem langjährigen Städter Daniel Roth. Er zog von Ostermundigen BE in ein Bauerndorf und fühlt sich dort wohler denn je.

Beim Dorf-Fondue kamen rund 40-50 Bürger und rührten das Brot im gemeinsamen Käsekessel - es kam mir vor wie bei Asterix & Obelix im kleinen gallischen Dorf.
Autor: Daniel Roth (54)Ex-Städter in Lurtigen FR

Die Kulturwissenschaftlerin Marie Antoinette Glaser des ETH Wohnforums stellt fest: Die Landlust boomt. Doch viele von uns stellen sich das Leben auf dem Land tatsächlich oft einfacher und schöner vor, als es wirklich ist.

Wir romantisieren das Landleben, weil wir keine Ahnung davon haben.
Autor: Marie Antoinette GlaserKulturwissenschaftlerin und Wohnforscherin

Ein hartes Schicksal

Auch Comedienne Yonni Meyer alias Pony M. ist auf dem Land aufgewachsen und sinniert gerne über ihre Teenager-Zeiten:

Legende: Video Pony M. und ihr hartes Schicksal: Sie ist auf dem Land aufgewachsen abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
Aus Radio SRF 3 Clips vom 08.03.2019.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Janine Landweer  (Janine Landweer)
    Landleben kommt von Herzen, nicht aus einer 'Vorstellung' davon.
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  • Kommentar von Konrad Schläpfer  (Koni)
    Ich kenne beides , bin auf dem Land aufgewachsen und habe einige Jahre in der Stadt gelebt. Ich würde nie mehr tauschen. Wenn jemand mir in der Stadt eine Gratiswohnung - in der ich auch leben müsste- anbieten würde, würde ich ihm sagen bitte gib die Wohnung einem anderen!
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Um auf dem Land zu leben braucht es nicht ein "Häuschen im Grünen" es auch viele erschwingliche Miet und Eigentumswohnungen in MFH und Wohnblocks! Es ist erst noch ökologischer und nachhaltiger als wenn jeder sein EF Häuschen auf 250m2 baut, zu mehr reicht es auch auf dem "Land nicht" und irgendeinmal werden auch die Hyp. Zinsen wieder steigen!
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