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Versklavte Gebärmaschine: Elisabeth Moss als Offred in «The Handmaid’s Tale».
Legende: Versklavte Gebärmaschine: Elisabeth Moss als Offred in «The Handmaid’s Tale». Bild: Hulu
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«The Handmaid’s Tale» bei SRF Endlich: Die beste Serie aller Zeiten auf SRF

«The Handmaid’s Tale» gilt als eine der besten Serien, die je gemacht wurden. Millionen von Serienfans und Kritikern weltweit schwärmen. In der Schweiz konnte man die Serie aber nur mit Hilfe illegaler Downloadportale schauen. Bis jetzt: Ab heute zeigt SRF die erste Staffel des Geniestreichs.

Mani Neubacher

Mani Neubacher

SRF 3-Serienkenner

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Als ich die erste Folge «The Handmaid’s Tale» schaute, war mir sofort klar: Diese Serie verlangt meine volle Aufmerksamkeit. Mit dieser Serie kann ich mich nicht berieseln lassen und nebenbei auf dem Handy rumtippen. Das wäre schade um die brillante Serie. Und gar nicht möglich. Die Serie zog mich so rein, dass ich mein Handy für einmal völlig vergass.

Spiegel unserer Zeit

«The Handmaid’s Tale» spielt in einer düsteren Zukunft. Fast alle Frauen sind wegen Umweltzerstörung und Geschlechtskrankheiten unfruchtbar. Gebärfähige Frauen werden vom Staat geknechtet. Sie dienen reichen Familien als Handmaids. Gebärmaschinen. An ihren fruchtbaren Tagen werden sie von den Familienvätern vor den Augen derer Frauen vergewaltigt.

Mich machte die Serie immer wieder fassungslos. Man spürt: Die Geschichte ist zwar erfunden. Aber sie hat einen wahren Kern. Das fuhr mir als Zuschauer gewaltig ein.

Video
Trailer zu «The Handmaid’s Tale»
Aus Programmhinweis vom 30.10.2019.
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Mitleiden mit der Hauptfigur

Was mich am meisten in die Serie zog: Die Hauptfigur Offred. Ihre Geschichte ist so tragisch, dass ich beim Schauen manchmal kurz Pause drücken musste, um durchzuatmen.

Als Handmaid wird ihr jegliche Freiheit genommen. Wo sie sich bewegt, mit wem sie spricht, was sie anzieht: Alles wird ihr vorgeschrieben. Trotzdem erkämpft sich die mutige Offred Raum für ihre eigene Persönlichkeit. Das hat mich bewegt.

An ihren fruchtbaren Tagen wird Offred vom Familienoberhaupt vor den Augen seiner Frau vergewaltigt.
Legende: Handmaid Offred (im roten Magdkleid) nach der rituellen Vergewaltigung. Hulu

Retro-Ästhetik

Die Serienmacher wählten für die grauenhafte Zukunft eine besonders aufgeräumte Ästhetik. Opulente Herrschaftshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, üppige Gärten und perfekt geschneiderte akkurate Kleidung.

Opulente Retro-Ästhetik in der Serie
Legende: Opulente Retro-Ästhetik in der Serie Hulu

Diese Ästhetik hat auf mich als Zuschauer eine anziehende Wirkung. Man muss sich regelrecht wehren, dieser schön verpackten und klar strukturierten Welt, nicht zu verfallen.

Hier liegt die grösste Stärke der Serie. Sie lässt ihre Zuschauer nicht unbeteiligt auf dem Sofa. Sie macht einem zum Mittäter. Oder auch zum Rebellen, je nachdem, welche Seite man wählt.

Die erste Staffel «The Handmaid’s Tale» startet am Mittwoch 30. Oktober um 23 Uhr auf SRF 1. Danach läuft wöchentlich eine Folge. Alle Folgen sind nach der TV-Ausstrahlung eine Woche lang online verfügbar bei Play SRF.

Hier gibt's Folge 1:

The Handmaid’s Tale (Staffel 1, Folge 1)
Aus The Handmaid's Tale – Der Report der Magd vom 30.10.2019.

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