Der digitale Nachlassverwalter

Der Höhlenmensch legte sich zum Sterben hin - und fertig. Später wurde es komplizierter: Wem vererbe ich meine Pferdekutsche? Und heute kommen zu den materiellen Gütern auch noch die virtuellen. Höchste Zeit also, sich über die Verteilung des digitalen Nachlasses Gedanken zu machen.

Die Türe eine Notariatsbüros Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Heikle Daten Ein Notar ist an die Schweigepflicht gebunden. SRF

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Digitale Spuren nach dem Tod

Unser Leben wird zunehmend digital – und damit auch das Ende des Lebens. Wir hinterlassen überall digitale Spuren, doch was mit diesen nach dem Tod geschieht, ist weitgehend unbekannt. Die Fachredaktion Digital widmet sich dem Thema.

Zuerst stehen die Fragen: Was ist überhaupt wichtig? Welche Daten will ich weitergeben? Und wer soll was bekommen? Und genau so wichtig: Was soll niemand bekommen? Schliesslich gibt es auf fast jedem Computer Dinge, die wir lieber nicht der Nachwelt vererben wollen (hüstel, hüstel).

Nach dem sortieren und zuteilen der Daten wird eine Vertrauensperson bestimmt, welche die Verteilung des Nachlasses regelt. Das sollte am besten ein Notar übernehmen, denn er ist unparteiisch und an die Schweigepflicht gebunden.

Die Verteilung der Daten im Testament festhalten

Von Gesetz her werden digitale Daten gleich behandelt wie der übrige Nachlass auch: Alles, was der Verstorbene irgendwo gespeichert hat, geht an die Erben über. Um sicherzustellen, dass auch die richtige Person das richtige erben wird, hält man im Testament die Erben für den digitalen Nachlass fest.

Und um nichts zu vererben, das man nicht weitergeben will, wird der Notar im Testament angewiesen, welche Daten er nach dem Tod löschen soll.