Mit Verbrechern und Geistern ins Jahr 2013

Im neuen Jahr erscheinen einige Games, auf die schon lange und sehnsüchtig gewartet wird. Doch in der Masse von Neuerscheinungen den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Hier zwei Titel, die besonders viel versprechen: «Grand Theft Auto 5» und «Beyond: Two Souls».

Die drei Protagonisten von «Grand Theft Auto V» stehen vor einem Helikopter und diskutieren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grand Theft Auto V Mit ihnen wird gespielt: Gangster im Vorruhestand, Franklin, Psychopath (von links). YouTube-Screenshot

Nicht wenige Gamer werden sich den Frühling 2013 rot im Kalender markieren – den ganzen Frühling, denn irgendwann in dieser Zeit soll «Grand Theft Auto 5» erscheinen, das 15. Spiel der GTA-Serie und das erste neue Hauptkapitel seit fünf Jahren.

«Grand Theft Auto 5» wurde im November 2011 erstmals angekündigt und befindet sich noch in der Entwicklung. Gespielt wird wieder in einer offenen Welt, die grösser sein soll als in allen GTA-Teilen bisher. Und statt nur einem spielbaren Hauptcharakter gibt es gleich drei: einen Gangster im Vorruhestand, seinen psychopathischen früheren Partner und Franklin, der wider Willen in die Unterwelt von Los Santos hineingezogen wird.

Die Jagd nach dem grossen Geld

In den beiden Trailern zum Game zeigt das Produktionsstudio Rockstar Games, dass auch in «Grand Theft Auto 5» die Rockstar-typische Melange aus Verbrechen, Humor und schier unendlichen Spielmöglichkeiten zum Tragen kommt.

Über die eigentliche Handlung ist erst wenig bekannt. Doch laut Rockstar stehe wieder die Jagd nach dem «almighty Dollar» im Mittelpunkt. Nun war GTA immer schon eine Persiflage auf den American Dream; doch seit dem letzten Teil ist dieser Traum durch die Finanzkrise und ihre Folgen für viele Amerikaner endgültig geplatzt. Es wird darum spannend zu sehen, wie die Macher diese neuen Realitäten ins Spiel einbringen.

Ellen Page und der Geist

Spannend klingt auch die Prämisse eines zweiten für 2013 angekündigten Games, dessen Erscheinungsdatum noch offen ist. «Beyond: Two Souls», für das die Bewegungen und Mimik der Schauspielerin Ellen Page vollständig digitalisiert wurden.

Ein Portraitbild der Figur Jodie Holmes aus «Beyond: Two Souls» Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beyond: Two Souls Jodie Holmes, die digitale Ellen Page Playstation.com

Hauptfigur des Spiels ist Jodie Holmes. Der Spieler begleitet sie während 15 Jahren ihres Lebens (von 8 bis 23) und versucht dabei, das Rätsel um ihren ständigen Begleiter Idan – eine Art Geist – zu klären. Und Spielentwickler David Cage verspricht, dass man die Figur von Idan ebenso wird steuern können wie die von Jodie.

Wie viel bleibt von der Interaktion?

Cage und sein Studio Quantic Dreams sind bekannt für interaktive Geschichten wie etwa das Krimidrama «Heavy Rain». Auch «Beyond: Two Souls» soll nicht weniger werden als eine interaktive Gespenstergeschichte: Der Spieler bestimmt mit seinen Handlungen selbst den weiteren Verlauf.

Erste Spielszenen, die etwa an der Gamescom 2012 in Köln gezeigt wurden, sahen sehr vielversprechend aus – allerdings in einer Spieldemonstration für das Publikum: So bleibt die Frage, wie viel von der Interaktivität noch übrig bleibt, wenn der Spieler schliesslich selbst den Controller in der Hand hält.