Zum Inhalt springen
Inhalt

Festivalsommer Fünf kuriose Anekdoten aus der Schweizer Festivalgeschichte

Schlagzeuger, die sich auf der Bühne in die Hosen machen, Sänger, die im Auto so lange rauchen, bis die Shuttle-Fahrer die Fahrt abbrechen müssen oder Band-Manager, die splitterfasernackt aus ihren Hotelzimmern stürzen: Kuriose Backstage-Geschichten gibt es viele. Wir haben fünf herausgepickt.

Festival-Oma erzählt von vergangenen OpenAirs
Legende: Die Festival-Oma erzählt ihre liebsten OpenAir-Anekdoten. SRF

Sommerzeit ist Festivalzeit. Von Radiohead, Blumentopf bis hin zu Sophie Hunger - alle werden sie auf den grossen Bühnen des Landes zu sehen sein. Was Künstler im Backstage anstellen, bleibt jedoch meistens geheim. Zum Auftakt in den Festivalsommer haben wir genau nach diesen Geschichten gesucht. Und sie auch gefunden:

  • 1. 2000 Päckli M&Ms für die Bloodhound Gang

      M&M's
    Legende: SRF

    Grenzen austesten liegt bekanntlich in der Natur des Menschen. Die US-amerikanische Musikgruppe Bloodhound Gang ist da keine Ausnahme. Sie verlangten an ihrem Auftritt am Open Air Frauenfeld sage und schreibe 2000 Päckli M&Ms. Nach Farben sortiert, versteht sich. Am Gurtenfestival setzten sie dann sogar noch einen drauf: Da sollte nämlich zusätzlich ein ausgestopftes «Rhesus-Äffchen» als Deko her. Die US-Amerikaner trauten ihren Augen nicht, als die Veranstalter ihnen auch diesen Wunsch erfüllten. Das Äffchen wurde übrigens nach ihrem Auftritt wieder unversehrt ins zoologische Museum zurückgebracht.

  • 2. Lemmy Kilmister und sein Milchglas

    Glace
    Legende: SRF

    Harte Schale, weicher Kern. Es gibt wohl kein Sprichwort, das auf Lemmy Kilmister (✝), ehemaliger Sänger der britischen Rockband Motörhead, besser gepasst hätte: Am Gurtenfestival vor ein paar Jahren wurde dieser nämlich von Festival-Chef Phibe Cornu höchstpersönlich in der Garderobe abgeholt, da der Sänger noch immer dort verweilte, als die Band eigentlich schon längst auf der Bühne hätte sein müssen. Natürlich staunte Cornu nicht schlecht, als er dort den alten Rocker im Tank-Top mit einem Glas Milch und einem Vanille-Glace in der Hand vorfand. Auf die Bühne nahm Lemmy Kilmister dann aber selbstverständlich die halbleere Whiskey-Flasche und bat den Festival-Chef, niemandem etwas vom Glace und der Milch zu erzählen.

  • 3. Oasis verliessen das Festivalgelände mit Polizeieskorte

    Oasis
    Legende: SRF

    In der Kürze liegt die Würze. Das dachte offenbar auch die britische Band Oasis, als sie im Jahr 2000 ihr Konzert am Paléo Festival Nyon nach nur 20 Minuten abbrachen, nachdem Gegenstände aus dem Publikum auf der Bühne gelandet waren. Auch durch die unzähligen Überzeugungsversuche seitens Staff sowie des Festivaldirektors selbst, das Konzert fortzusetzen, liessen sich die Musiker nicht mehr umstimmen. Im Gegenteil: Sie fühlten sich so bedroht, dass sie das Festivalgelände nur noch mit einer Polizeieskorte verlassen wollten. Da ihnen dies jedoch von den Veranstaltern versagt wurde, kontaktierten Oasis die britische Botschaft.

  • 4. Rauchfreies OpenAir St. Gallen

     Rauchfrei
    Legende: SRF

    Es gibt Dinge, die sind schlicht unmöglich. Linkin Park's Wunsch vor ein paar Jahren am Open Air St. Gallen war so einer: Sie verlangten, dass das ganze Festivalgelände rauchfrei ist, wenn sie kommen. Das war natürlich unmöglich umzusetzen. Dafür wurde einen Tag lang im Backstage-Bereich nicht geraucht.

  • 5. Golfcarts für die Foo Fighters

    Golf
    Legende: Der Golf-Cart blieb am Open Air Gampel unbenutzt stehen. cic

    In den USA sind es die Foo Fighters gewohnt, zwischen Bühne und Backstage- Bereich lange Strecken zu laufen. Aus diesem Grund verlangten sie vorab Golfcarts, um die Distanz am Open Air Gampel bewältigen zu können. Die Band hat allerdings nicht damit gerechnet, dass diese dort nur 50 Meter lang sein würde. Und so waren die Golf-Carts schlussendlich zwar bereit, die Rocker jedoch schlenderten zu Fuss zur Bühne.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Meral Güney, Zürich
    Danke für die lustigen Anekdoten. Toller Artikel! Da freut man sich doch auf den Festivalsommer.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S.Platter, Olten
    Ich frage mich, wie die Kommunikation läuft zwischen Veranstalter und Künstler. Schicken die Superstars ihren Vertrag und danach sind sie nicht mehr erreichbar? Ich weiss von amerikanischen Künstlern, die unsinnige Sachen fordern wie z.B. nur rote M&Ms, um sicherzugehen, dass die Veranstalter den Vertrag gelesen haben. Mit einer Rückfrage seitens des Veranstalters wäre das Problem gelöst.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen