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70 Jahre Vinyl Diese Fakten über Vinyl musst du wissen

Dass Vinyl-Platten früher aus Schellack bestanden, weisst du vielleicht. Aber warum sind schwere Platten besser als leichte? Und warum ziehen Plattensammler im Sommer nicht um? Hier gibt's die Antworten.

Wusstest du alle Fakten über Vinyl-Platten?
Legende: Wusstest du alle Fakten über Vinyl-Platten? Getty Images

Vinyl-Boom

2005 wurden schweizweit gerade mal noch 20'000 Stück Vinyl-Platten verkauft. Seither gab es einen regelrechten Boom. Im letzten Jahr (2017) waren es 260'000 Stück.

Diesen Vinyl-Platten werden in unseren Specials diese Woche aufgelegt:

Wertvollste Vinyl-Platte der Welt

Die QUellen, welches die teuerste/wertvollste Platte der Welt ist, gehen auseinander. Jedoch gilt in den meisten Kreisen das «White Album» der Beatles als das Wertvollste. Die Platte mit der Seriennummer 0000001 wurde 2015 für 790'000 Dollar verkauft. Das ist der höchste Preis für ein kommerziell veröffentlichtes Album überhaupt.

Zink

Daraus bestanden die allerersten Grammophonplatten. Der Vorgänger der PVC-Schallplatte bestand aus Schellack. Heute werden Schallplatten aus Polyvinylchlorid (PVC) hergestellt.

Vertikal lagern

Platten werden idealerweise vertikal gelagert, damit sie nicht gequetscht oder verformt werden. Ausserdem: vor direktem Sonnenlicht in Sicherheit bringen. Schon direkte Sonneneinstrahlung und deren Wärme kann eine Platte verformen.

Neuer Platzhirsch

1987 gingen erstmals mehr CDs als LPs über die Ladentheke. Die CD wurde zum erfolgreichsten Massenspeicher-Medium der Welt.

Vinyl ist Schuld an «Pophit»-Dauer

Die durchschnittliche Spieldauer eines Radiosongs liegt auch heute noch zwischen 3 und 4 Minuten. Der Ursprung liegt aber in der Spiellänge pro Seit der Vinyl-Singles. Diese fasste nur etwa 3-4 Minuten Musik. Singles mussten also, um im Radio gespielt zu werden (weil damals ja nur mit Vinyl aufgelegt wurde), auf einer Seite Platz haben.

Plattensammler ziehen im Sommer nicht um!

Vinyl ist wärmeempfindlich. Platten biegen sich, wenn sie zu lange in der Sonne stehen oder in einem zu warmen Raum gelagert werden.

33 1/3 und 45

Singles und EPs sind jeweils kleinere Vinyl-Platten. Diese benötigen eine Geschwindigkeit von 45 Umdrehungen pro Minute. Die grossen 12 Zoll Langspielplatten, welche den ganzen Plattenteller ausfüllen, brauchen grundsätzlich nur 33 1/3 Umdrehungen pro Minute.

Umkehrschluss

Eine Vinyl-Platte wird von aussen nach innen gelesen. Bei der Compact Disc (CD) ist es aber direkt andersrum. Die Leseeinheit liest die CD von innen nach aussen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Mamma Gamma (mammagamma)
    ...auch zahlreiche 12 Zoll Langspielplatten in 45 Umdrehungen, welche davon profitieren, dass die Modulation präziser ist. Diesen Qualitätsansatz trieb Classic Records auf die Spitze: Mit 12 Zoll Langspielplatten, in 45 Umdrehungen und nur in der äusseren Hälfte bespielt.
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  • Kommentar von Mamma Gamma (mammagamma)
    Das zu den Geschwindigkeiten reicht zum angeben nicht wirklich. Eine schnellere Drehzahl von 45 Umdrehungen führt gegenüber 33 1/3 Umdrehungen zu einer in die länge gezogenen Rille. Das erlaubt einerseits eine präzisere modulation der Rille und führt zu weniger engen "Kurvenradien" innerhalb der Rille. Letzteres ist insbesondere gegen die Plattenmitte - oder bei kleineren Plattenformaten - relevant weil dort aufgrund des abnehmenden Umfangs der Platte die Rille gestaucht wird. Es gibt aber...
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  • Kommentar von Stefan Kessler (DayOfWrath)
    Und noch etwas Klugscheisserei ;) Singles und EPs sind in der Regel im Format 7" ( " = Inch, 1 Inch = 2.54 cm, damit wird jeweils der Durchmesser der Platte angegeben). Die gängigsten Formate für Vinyl sind 12" (LPs und Maxis) und 7", möglich sind auch andere Grössen. 10" ist noch beliebt, auch 4", 5", 6", 8" und 9" findet man. Auf die Geschwindigkeit hat die Grösse selbst jedoch keinen Einfluss. 12"-Maxis werden auf 45rpm abgespielt, 7"es können auf 45rpm oder 33rpm abgespielt werden.
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