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Album-Check Video und Album-Check: Tom Odell «Wrong Crowd»

Er wird oft mit Elton John verglichen und spielt eine ausverkaufte Show nach der anderen. Drei Jahre nach seinem Debüt, das sich über eine Million Mal verkauft hat, hat Tom Odell jetzt sein zweites Album «Wrong Crowd» veröffentlicht – und noch dicker aufgetragen als beim ersten.

Legende: Video Tom Odell «Wrong Crowd» – SRF 3 Live Session abspielen. Laufzeit 04:45 Minuten.
Aus SRF 3 Musik vom 03.06.2016.

Album-Check: Tom Odell «Wrong Crowd»

Was ist in «Wrong Crowd» drin?
Viel Pop, viel Piano, grosse Streicher-Arrangements und Tom Odells markante Stimme, die über allem thront. Ausserdem eine ordentliche Portion Drama, Pathos und Filmmusik. Immer ganz hart an der Grenze zum Kitsch. Ein bisschen Schlager und Muse (die Band – nicht die Muse, die küsst).
Wie bitte? Schlager? Muse? Wie geht das denn?
Der Song «Daddy» könnte genauso gut von Muse sein. Und der Piano-Teil von «Silhouette» erinnert stark an «Starlight», ebenfalls von Muse – der Refrain kann hingegen locker mit Helene Fischer mithalten (nicht auf eine gute Art - der schwächste Song auf dem Album).
Gibt es ein zweites «Another Love» auf dem Album?
Nein. Einen Song, der zugleich so sperrig und so berührend ist wie «Another Love», kriegen wir hier nicht. Aber hochemotionale Songs gibt es trotzdem. Tom Odell singt über die ganz grossen Gefühle.
Kann «Wrong Crowd» an den Erfolg vom ersten Album «Long Way Down» anknüpfen?
Wahrscheinlich kann es diesen sogar noch übertreffen. Tom Odell wird mit seinem Zweitling wohl noch mehr Fans dazugewinnen. Die Songs funktionieren auch im Stadion.
Wer muss das Album haben?
Fans von Tom Odells erstem Album kommen auch hier auf ihre Kosten. Ausserdem Fans von grossen Melodien, grossen Gefühlen und Mitstampf-Songs.
Wer nicht?
Wer das gefühlsschwangere Triefen nicht aushält.
Beste Songs:
«Sparrow», «Concrete», «Daddy». Das sind die wenigen und gleichzeitig schönsten Momente, die auch ohne das Drama und den Pathos auskommen.