Kinderstars: Von Hochgelobten und Hochbegabten

Seit der Rock n’Roll aussieht wie Keith Richards und die Rolling Stones älter sind als unsere Bundesräte, freuen wir uns, dass es Bands wie die Strypes gibt. Die 4 Jungspunde aus Irland erinnern uns daran, dass Rock’n Roll einst junge Musik für junge Leute war.

Heute sind die «Wunderkinder» eher in anderen musikalischen Genres zu finden. Im Blues zum Beispiel, lange Zeit eher Altherrenmusik, die vom Leiden erzählt und von Weisheit lebt. «I’m a Blues Child» sang Quinn Sullivan und machte den Blues zur Kindermusik oder sich selbst zum Frühgreis. Mit 6 Jahren nahm ihn B.B. King mit auf Tournee. 

Klassik-Wunderkinder

Musikalisch Hochbegabte sind aber auch heute vor allem in der klassischen Musik zu finden. Mozart komponierte mit 5 Jahren erste Werke für Klavier. Mit sieben brachte er sich selbst Geige und Orgel bei. Mit acht schrieb er Sonaten für Klavier und Violine, mit neun die erste Sinfonie, mit zwölf seine erste Oper. Die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter wurde mit 5 Jahren bei einem Wettbewerb entdeckt. Sie wurde von der Schulpflicht entbunden und solierte als 13-jährige unter Herbert von Karajan mit Mozarts G-Dur-Sinfonie.

USA: Volkssport Talentshows

Nicht erst seit Michael Jacksons Schicksal weiss die Welt, dass musikalische Begabung nicht unbeding persönliches Glück bedeutet. Im Gegenteil, wer früh in die Erwachsenenwelt eintaucht, bleibt oft lebenslang ein Kind. Talentshows sind in den USA regelrechter Volkssport. Und für den talentfreien Nachwuchs reicht es doch wenigstens zur «Little Miss» – Wahl!

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