Die 10 besten Songs und Alben 2017

Die «Sounds!»-Redaktion listet euch 10 Songs und 10 Alben: Hier ist das Beste von 2017 ...bis jetzt!

A. Short - «Sounds!» Top 10 Songs ...bis jetzt!

1. Conor Oberst - A Little Uncanny

Das jüngste Song Feuerwerk vom Folk Wonderboy Conor Oberst aus Nebraska gibt’s gleich in 2 Versionen: das Album «Ruminations» (2016) bringt die Songs quasi im Rohzustand mit Klavier und akustischer Gitarre, auf «Salutations» kommen dieselben Songs nun im üppigen Bandsound daher. Beide Varianten an Intimität und Leidenschaft nicht zu überbieten. (Matthias)

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2. Courtship - Sunroof

Machen richtig fest Lust auf Sonne: Die LA-Weirdos courtship. mit dem tanzwütigen Track «Sunroof.» (Matthias)

3. Bleachers - I Miss Those Days

Eine wunderbar wirksame Pille 80er-Jahre verschreiben Bleachers aus Brooklyn. Dahinter steckt Jack Antonoff, Gitarrist der zur Zeit pausierenden Grammy-Gewinner fun. und Gelegenheits-Songschreiber für Taylor Swift, Lorde oder Sia. (Matthias)

4. First Hate - The One

Schon lange nicht mehr war Teen-Angst und Traurigkeit so eingängig: Die neuen Könige von Kopenhagen First Hate liefern mit «The One» einen düsteren Traum-Trip, der jedes Joy Division-Herz höher schlagen lässt. (Andi)

5. Alvvays - In Undertow

Im September kommt das zweite Album von Alvvays aus Kanada. Eigentlich viel zu spät! Die Indie-Pop-Hymnen der Band aus Toronto würden wir nämlich viel lieber schon im Sommer hören - ein Hoch auf die Vorab-Singles! (Andi)

6. Broken Social Scene - Hug Of Thunder

Das geliebte kanadische Gross-Kollektiv Broken Social Scene rund um Kevin Drew, Leslie Feist und Emily Haines (Metric) kam nach sieben Jahren zurück, um zu feiern: «Hug of Thunder» ist wohltuend warm, positiv und verspielt. (Andi)

7. Traumprinz - Where Is Home?

Wirkliche Melancholie auf den Dancefloor zu bringen, gelingt nur ganz wenigen. Hier wäre ein Beispiel dafür: der geheimnisvolle Produzent Traumprinz, Teil des Weimarer Kollektivs Giegling, präsentiert uns eine in Weltschmerz getränkte Tanz-Hymne. (Luca)

8. St. Vincent - New York

Schlicht und einfach ein grossartiger Mix: ein Break-Up Song gepaart mit einem Liebeslied. Und dafür greift St. Vincent mal nicht in die Gitarre, sondern in die Tasten. (Luca)

9. Sorority Noise - Disappeared

Emo's Not Dead! Also nicht der Eyeliner-Mist, sondern ganz einfach emotionale Texte, gepaart mit Gitarrenrock, der ein Bein in den 90er-Jahren hat. Ein Song, den man am liebsten auf einer Klippe stehend laut rausschreien möchte. (Luca)

10. Planetarium (Sufjan Stevens, Bryce Dessner, Nico Muhly) - Mercury

Komponist Nico Muhly holte Bryce Dessner von The National und Sufjan Stevens für eine Konzerthallentour ins «Planetarium» - jetzt gibt es den Epos auf Vinyl. Prädikat wunderschön. (Alle)

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B. Long - «Sounds!» Top 10 Alben ...bis jetzt!

1. Jane Weaver - Modern Kosmology

Warm, versprüht grobkörnige Vintage-Gefühle und lässt abdriften: Das sechste Album von Jane Weaver ist wie ein Sommer auf Polaroid. Und da steckt einiges drin: Kraut-Rock (das K in Kosmology!), Psych, Folk, aber auch Dreampop und Shoegaze. (Matthias)

2. New Pornographers - Whiteout Conditions

«Schon mein halbes Leben lang versuche ich aus traurigen Gefühlen positive Songs zu schreiben», sagt Carl Newman, Chef und Songschreiber der kanadischen Supergroup zum neuen Album «Whiteout Conditions». Elf Glücksmomente in Form von zügigen 3 Minuten Popsongs. (Matthias)

3. Art Feynman - Blast Off Through The Wicker

Er zeigt nie sein Gesicht. Offenbar versteckt sich hinter dem kalifornischen Soundbastler Art Feynman der Singersongwriter Luke Temple, der schon seit 2005 Platten veröffentlicht (u.a. auch mit der Psychedelic Band Here We Go Magic). (Matthias)

4. Slowdive - Slowdive

Die Shoegazer Slowdive gingen Anfang der 90er gegen Oasis unter: Vom Label fallengelassen und ohne rettende Idee verschwanden die Szene-Lieblinge aus Reading für über 20 Jahre. Jetzt sind sie mit dem 4. Album «Slowdive» zurück - und wie. Alle Shoegaze- und Dreampop-Hipster bitte nachsitzen! (Andi)

5. Sheer Mag - Need To Feel Your Love

Die Philly-Rocker zelebrieren Gitarrenriffs und die unvergleichliche Frontröhre Tina Halladay – doch dieser Spass ist Ernst: «Need To Feel Your Love» streift diverse Kapitel der Rockgeschichte, die Lyrics sind politisch, und die Band setzt trotz Internet strikt auf «echten» Fankontakt an Konzerten. (Andi)

6. Waxahatchee - Out In the Storm

Nein, auch auf ihrem vierten Album «Out in the Storm» erfindet Katie Crutchfield alias Waxahatchee das Rad der Musik nicht neu. Stattdessen schreibt die Songwriterin aus Alabama einfach weiterhin grossartige Gitarrenpop-Songs, bei denen das Herz eines jeden 90er-Rockers schwach werden müsste. Toll! (Andi)

7. OCTO OCTA - Where Are We Going?

Mit ihrem ersten Album seit ihrem Coming-out als Transgender holt uns Produzentin OCTO OCTA dezent zurück in die 90er (endlich mal wieder ein guter Trend!). Jeder Track ist anders, aber auf seine Art ein Hit – wer in seinem Herzen ein ganz kleines Stück für elektronische Musik reserviert hat, braucht diese Platte. (Luca)

8. Kendrick Lamar - DAMN.

Er ist und bleibt der Usain Bolt der Rapmusik. Sein neuster Wurf «DAMN.» kommt weniger verkopft als sein letztes Album daher – dafür mit absoluten, äh, «Bangers». Gross! (Luca)

9. Run The Jewels - Run The Jewels 3

Die momentanen Könige des Hip-Hop: Killer Mike und El-P bringen auch auf ihrem dritten Album wieder herausragende Electro-Rap-Produktionen und smarte politische Lyrics. (Luca)

10. The Moonlandingz - Interplanetary Class Classics

Ein Neues Monster: Das englische Musikheft NME beschreibt sie als «kosmische Kraut-abilly Band, die Lederhosen trägt und Socken aus Aluminium». Plus Yoko Ono schwärmt über ihr Debut «Interplanetary Class Classics»: «The Moonlandingz sind eine der wichtigsten, neuen Bands in England, und ich bin sehr stolz auf Sean» (Sean Lennon hat die Platte produziert).(Alle)

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