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Pop Ping Pong Ist Loredana die international erfolgreichste CH-Musikerin?

Die Klickrate von Loredana spricht Bände. Was sagt das über ihren Erfolg aus? Die Musikredaktoren Gregi Sigrist und Claudio Landolt liefern sich im Pop Ping Pong einen Gedankenaustausch.

Landolt: Im virtuellen Raum regieren die Klicks. Wer Klicks einfährt, führt Bestenlisten an. So wie Loredana. Ihre aktuelle Single mit Capital Bra wurde in 5 Tagen auf Youtube mehr als 9 Millionen mal angeklickt. Die Streamingzahlen explodieren. Ist das nun der Beweis, dass Loredana die international erfolgreichste Schweizer Musikerin ist?

Sigrist: Kann man mit iPhones auf den Mond fliegen, nur weil sie die grössere Rechenleistung haben, als der Rechner der Apollo 11? Loredana kann so viele Klicks, Views, Streams, Likes und Followers (echte und andere, Link öffnet in einem neuen Fenster) haben, wie sie will. Dadurch wird sie vielleicht schneller und potenter – aber ganz sicher nicht grösser und wichtiger. Messen wir Erfolg mal mit Einfluss auf die Popmusik. Ich werfe da mal die Young Gods oder Yello in die Runde ...

Landolt: Einflusstechnisch. Klar. Chartstechnisch: Double und DJ Bobo ...

Sigrist: Bobo kannst du nicht bringen.

Landolt: Der hatte einen Welthit ...

Sigrist: ... den er nicht selber geschrieben hat ...

Landolt: Popmusik ist ja immer irgendwie Recycling. Um aber wieder etwas näher an Loredanas Genre zu rücken: Wie wäre es mit dem Wattwiler Musikproduzenten OZ? Die grösste Schweizer Grammy-Hoffnung.

Sigrist: OZ arbeitet für Drake, Travis Scott und viele grosse Namen. Ich sehe ihn als extrem guten Handwerker. Ich glaube aber - wir brauchen hier eine Figur ...

Landolt: Krokus? Ah, oder Andreas Vollenweider? Immerhin hat der einen Grammy zu Hause. Und wenn dir das nicht reicht: Prince zählte zu seinen Fans. Seit den 1980er-Jahren ist der Zürcher Harfenzauberer in Südafrika übrigens ein Superstar. Er lieferte mit seiner Musik quasi den Soundtrack für den Kampf gegen die Apartheid und ...

Sigrist: Halt. Stopp. Eigentlich ist die Sache ja klar. Wenn man sich ein bisschen im Netz rumschaut, findet man die Antwort auf unsere Frage ziemlich schnell. Auf der Homepage von DJ Antoine steht in grossen Lettern: «SWITZERLAND’S MOST SUCCESSFUL MUSIC EXPORT».

Landolt: Und was im Internet steht, stimmt.

Sigrist: Genau!

Landolt: Immer!

Sigrist: Immer!

Landolt: Dann wissen wir jetzt Bescheid.

Und Eure alternativen Fakten lesen wir gerne in der Kommentaren.

Claudio Landolt & Gregi Sigrist

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Claudio Landolt & Gregi Sigrist

Hier spielen sich die Musikredaktoren Claudio Landolt & Gregi Sigrist Fragen zu. Wir nennen es Pop Ping Pong. Das Feld ist die Popmusik. Aufschlag!

Vergangene Pop Ping Pong-Partien:

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Sommer  (Asomm)
    Jetzt wird so eine auch noch gelobt..... Ich versteh das nicht mehr.... Neinnein, ich bin nicht rechtsextrem.. Aber ich bin der Meinung man sollte solche härter bestrafen.. Für viele junge in Gangs ist es sogar ein Statussymbol wenn man mal im Gefängnis war. Auch da sollte man mehr durchgreiffen. Es werden jetzt viele sagen: Ja, aber es gibt doch auch Schweizer, die Straftaten begehen? Ja, stimmt. Aber deswegen solches entschuldigen? Und dann überläuft das Fass eines Tages? Auch nicht gut, oder?
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    1. Antwort von Gregi Sigrist (SRF)
      Lieber Adrian. Wie kommst du, im Zusammenhang mit diesem Text, auf die Idee, dass man dich in die rechte Ecke stellen könnte? Da schwingt irgendwie viel mit in deinem Kommentar - oder? Hast du den Text überhaupt gelesen? Dein Kommentar geht in keinster Weise auf das Thema ein. lg Gregi
  • Kommentar von Marc Aeschlimann  (Marc Aeschlimann)
    Wieso vergesst Ihr immer das "Matterhorn Project"?! Recherchiert mal richtig!

    Im Ernst: Einschlägige "Zeitungen" verteidigen ihre Videonews weil sie viel geklickt würden, was aber nicht heisst, dass der Beitrag überhaupt, wirklich oder nur teilweise geschaut wurde & ob er dann als gut befunden wurde. Zudem: wie nachhaltig sind solch riesen Klickzahlen? Oder anders gefragt: Wann finden genau die 2. "Fidget Spinner"-Meisterschaften statt?
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    1. Antwort von Gregi Sigrist (SRF)
      Lieber Marc. Du kannst uns doch nicht vorwerfen, das Matterhorn Project vergessen zu haben - wenn wir sogar an DJ Antoine gedacht haben ... ;-) lg Gregi