Die Schatzkammer des Fürstentums Liechtenstein

«Wow!», meint SRF Musikwelle-Redaktorin Karin Kobler als sie in der «Schatzkammer Liechtensteins» die Kronjuwelen erblickt. Bei der fürstlichen Krone handelt es sich um ein Replik, die echte ist seit 200 Jahren verschwunden. Ein weiteres «Wow!» erntet das reich verzierte Apfelblüten-Ei von Fabergé.

In der Schatzkammer des Fürstentums Liechtenstein

Viel Geld wird im Fürstentum Liechtenstein in Kunst und Kultur investiert. Die wertvollsten Kulturschätze des Landes werden seit diesem Jahr in der Schatzkammer des Landesmuseums Liechtenstein ausgestellt. Herr über den Tresor ist der Direktor Rainer Vollkommer. Er kennt jedes Ausstellungsstück ganz genau.

Schätze so weit das Auge in der Schatzkammer sieht

Die Fürstenhaube mit den Kronjuwelen ist das wertvollste Ausstellungsstück, besetzt mit 26 Perlen, 30 grossen Diamanten, 99 kleinen Diamanten und 16 Rubinen. Der Anblick erinnert an die britischen Kronjuwelen, die im London Tower zu bewundern sind. «Natürlich können wir uns nicht mit Grossbritannien vergleichen», meint Rainer Vollkommer bescheiden. «Als eines der kleinsten Länder der Welt, haben wir auch kleine Kronjuwelen». Das mindert die Anziehungskraft aber nicht im geringsten, wie sich beim Rundgang durch die Schatzkammer feststellen lässt.

Schätze aus St. Petersburg oder vom Mond

Grosse Aufmerksamkeit geniesst auch das grüne Apfelblüten-Ei aus Gold, Diamanten, Nephrit und Email, hergestellt 1901 von Fabergé in St. Petersburg. Dank der umfangreichen Ostereiersammlung des Liechtensteiner Sammlers Adulf Goop lassen sich in der Ausstellung weitere kunstvoll verzierte Eier bewundern. Ausserdem gibt es mit Gold und Silber verzierte Waffen oder wertvolles Essbesteck.

Ein Ausstellungsstück von besonderem Wert sind zwei kleine Stücke Mondegestein und eine kleine Flagge des Fürstentums. Als Dank für die Mitarbeit eines Liechtensteiners Unternehmen an den Apollo 11 und Apollo 17 Missionen wurde die Flagge mit zum Mond genommen und vom Mond ein Stück Gestein ins Fürstenhaus gebracht.

Fotografieren im Fürstentum Liechtenstein

Die Schmuckstücke in der «Schatzkammer Liechtensteins» standen am Dienstag bei «4 in einem Boot» im Rampenlicht. Ins Bild gesetzt hat sie Alexandra Felder von der SRF Musikwelle. Sie begleitet die Sommertour am Bodensee als Fotografin.

Ein Job, der ihr vertraut ist und doch immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringt. Gerade im Fürstentum Liechtenstein gibt es zum Fotografieren viele Auflagen. Im Schloss darf aus Sicherheitsgründen nicht alles und nicht jeder fotografiert werden.