Weltkloster Radolfzell – ein Ort für interreligiösen Austausch

Am Ende der Fussgängerzone der Radolzeller Altstadt steht ein stattliches Haus. Es ist ein Überbleibsel des ehemaligen Kapuzinerklosters und beheimatet heute das Weltkloster Radolfzell. Dort hat SRF Musikwelle-Redaktorin Karin Kobler unter anderem die buddhistische Nonne Ani Jinpa getroffen.

Zu Besuch im Weltkloster Radolfzell

Ani Jinpa lebt er seit kurzer Zeit im Weltkloster Radolfzell. Die 61-Jährige ist seit zwölf Jahren buddhistische Nonne. Als Buddhistin hat sie einen tibetischen Namen gewählt, er bedeutet Grosszügigkeit.

Grosszügig zeigt sich Ani Jinpa im Umgang mit Menschen aus anderen Religionsgemeinschaften. Sie sieht sich Brückenbildnerin, die gemäss der Philosophie des Weltklosters den Dialog sucht und im Austausch Gemeinsamkeiten entdeckt.

Dialog und Austausch

Das unterstreicht auch Religionswissenschaftlerin Alexandra Mann, 1. Vorsitzende des Trägervereins Weltkloster Radolfzell. «Das Weltkloster ist ein Begegnungsort für Menschen verschiedener Religionen. Sie treffen sich in ihren eigenen Glaubensgemeinschaften, beschenken uns aber regelmässig mit ihren Besuchen». Dann geniesst man ein gemeinsames Essen und die angeregten Diskussionen.

Da könnte es hitzig zu und her gehen, könnte man meinen. Tut es aber nicht. Bei den Begegnungen geht es vor allem darum, religionsübergreifend Antworten auf die Bedürfnisse unserer Zeit nach Dialog und Friedensstiftung zu suchen.

Ein Beitrag im Rahmen der Sommertour «4 in einem Boot» von BR, ORF, Radio Liechtenstein, SWR und SRF Musikwelle.